Zeitschrift: Jahrbuch der Psychoanalyse
ISSN: 0075-2363
230 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
Erschienen: März 2026
Bestell-Nr.: 8547
https://doi.org/10.30820/0075-2363-2026-1
ISSN: 0075-2363
230 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
Erschienen: März 2026
Bestell-Nr.: 8547
https://doi.org/10.30820/0075-2363-2026-1
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Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 92
Zeit, Raum und RaumZeit - Teil 1
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Was ist »Zeit«? Was ist »Raum«? Gibt es eine »Raumzeit«? Was sind Zeit und Raum im Psychischen?
Im Unbewussten herrscht der Primärprozess. Dann kann es im Unbewussten, da z.B. keine Kausalität ordnet, keine chronologische Zeitlichkeit geben. Dann kann es auch, da z.B. Menge und Teilmenge nicht logisch geschieden sind, keine klassische euklidische Räumlichkeit geben. Sind also Zeitlichkeit und Räumlichkeit mit Sekundärprozess und Realitätsprüfung verbunden, damit im Bewussten und Vorbewussten angesiedelt? Wie kommen sie dahin? Entstehen sie dort oder gibt es eine Interdependenz zwischen den Funktionsweisen des Vorbewussten und Bewussten und Zeit- und Raumvorstellung? Welche Rolle spielen das Objekt und interpsychische Dynamiken? Solche Fragen werden theoretisch und klinisch untersucht.
Zugleich wird eine Annäherung an diese Fragen ausgehend von klinischen Beobachtungen versucht. Korrelieren spezifische psychische Störungen mit solchen des Zeit- und Raumerlebens? Vielleicht sollten wir Verunsicherungen im zeitlichen und räumlichen Erleben stärker beachten, da sie auf verborgene Konflikte und Traumata verweisen können. Primärprozesshafte Inhalte im analytischen Material lassen sich häufig über verzerrte Zeit- und Raumvorstellungen aufspüren.
Die vorliegenden Arbeiten von Didier Houzel, Dominique Scarfone, Udo Hock, Gerhard Dahl, Clarisse Baruch, Eckart Leiser und Riccardo Lombardi versuchen diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beantworten, werfen mit ihren Überlegungen aber viele neue Fragen auf.
Zwei weitere Hauptbeiträge kreisen nicht um Zeit und Raum, sondern um die Bedingungen, die Verstehen möglich machen. Michael Diercks untersucht gleichschwebende Aufmerksamkeit im Spannungsfeld der psychoanalytischen Situation; Dominic Angeloch verweist mit einer Kritik an Krejcis Übersetzungen von Bions Hauptwerken auf das grundlegende Problem von Verstehen.
Im Forum werden von Wolfgang Hegener, Uta Zeitzschel und Bernd Nissen die »Grenzen des Objektsbegriffs« ausgeleuchtet. In der Rubrik Was fällt denn Ihnen ein – zu Sigmund Freud werden von Christel Böhme-Bloem und Joseph Sassoon Semah überraschende Perspektiven auf unbewusste Prozesse entfaltet.
Im Unbewussten herrscht der Primärprozess. Dann kann es im Unbewussten, da z.B. keine Kausalität ordnet, keine chronologische Zeitlichkeit geben. Dann kann es auch, da z.B. Menge und Teilmenge nicht logisch geschieden sind, keine klassische euklidische Räumlichkeit geben. Sind also Zeitlichkeit und Räumlichkeit mit Sekundärprozess und Realitätsprüfung verbunden, damit im Bewussten und Vorbewussten angesiedelt? Wie kommen sie dahin? Entstehen sie dort oder gibt es eine Interdependenz zwischen den Funktionsweisen des Vorbewussten und Bewussten und Zeit- und Raumvorstellung? Welche Rolle spielen das Objekt und interpsychische Dynamiken? Solche Fragen werden theoretisch und klinisch untersucht.
Zugleich wird eine Annäherung an diese Fragen ausgehend von klinischen Beobachtungen versucht. Korrelieren spezifische psychische Störungen mit solchen des Zeit- und Raumerlebens? Vielleicht sollten wir Verunsicherungen im zeitlichen und räumlichen Erleben stärker beachten, da sie auf verborgene Konflikte und Traumata verweisen können. Primärprozesshafte Inhalte im analytischen Material lassen sich häufig über verzerrte Zeit- und Raumvorstellungen aufspüren.
Die vorliegenden Arbeiten von Didier Houzel, Dominique Scarfone, Udo Hock, Gerhard Dahl, Clarisse Baruch, Eckart Leiser und Riccardo Lombardi versuchen diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beantworten, werfen mit ihren Überlegungen aber viele neue Fragen auf.
Zwei weitere Hauptbeiträge kreisen nicht um Zeit und Raum, sondern um die Bedingungen, die Verstehen möglich machen. Michael Diercks untersucht gleichschwebende Aufmerksamkeit im Spannungsfeld der psychoanalytischen Situation; Dominic Angeloch verweist mit einer Kritik an Krejcis Übersetzungen von Bions Hauptwerken auf das grundlegende Problem von Verstehen.
Im Forum werden von Wolfgang Hegener, Uta Zeitzschel und Bernd Nissen die »Grenzen des Objektsbegriffs« ausgeleuchtet. In der Rubrik Was fällt denn Ihnen ein – zu Sigmund Freud werden von Christel Böhme-Bloem und Joseph Sassoon Semah überraschende Perspektiven auf unbewusste Prozesse entfaltet.
Bernd Nissen, Uta Zeitzschel, Wolfgang Hegener & Uta Karacaoğlan S. 7–9Editorial (PDF)
Didier HouzelS. 13–41»Psyche ist ausgedehnt«, Vorbedingung für eine Wissenschaft der Seele (PDF)
Udo HockS. 43–53Einige Anmerkungen zur Zeitlosigkeit und Halluzinationsfähigkeit des Unbewussten (PDF)
Dominique ScarfoneS. 55–73Das Dazwischen (PDF)
Anmerkungen zu Zeit, Raum und dem psychischen Apparat von Sigmund FreudGerhard DahlS. 75–99Aporie der Nachträglichkeit und regressive Temporalität (PDF)
Zur Erschließung des nicht-verdrängten UnbewusstenClarisse BaruchS. 101–121Das Vorbewusste: Ein Raum für Zeit und Humor (PDF)
Eckart LeiserS. 123–138Der Körper und die Konstruktion der Zeit (PDF)
Riccardo LombardiS. 139–154Hass und Zeit (PDF)
Michael DiercksS. 155–180»Dem Unbewussten vertrauen?« (PDF)
Zum paradoxen Kern der psychoanalytischen MethodeDominic AngelochS. 181–200Mystik durch Übertragung (PDF)
Fehlübersetzungen und die Folgen in der deutschsprachigen Bion-RezeptionWolfgang HegenerS. 203–207Vom Lutschen, Ludeln und Wonnesaugen (PDF)
Zur autoerotischen Konstitution des Objekts in Freuds Drei AbhandlungenUta ZeitzschelS. 209–214Intrauterine Umgebung - Frühgeburt - Objekt? (PDF)
Bernd NissenS. 215–217Psyche ist objektal, weiß nichts davon (PDF)
Christel Böhme-BloemS. 219–227Die lauschenden und lautierenden Wesen des Fabian Vogler (PDF)
Joseph Sassoon SemahS. 229–230Eine Einführung in das Prinzip der relativen Expression (PDF)
Didier HouzelS. 13–41»Psyche ist ausgedehnt«, Vorbedingung für eine Wissenschaft der Seele (PDF)
Udo HockS. 43–53Einige Anmerkungen zur Zeitlosigkeit und Halluzinationsfähigkeit des Unbewussten (PDF)
Dominique ScarfoneS. 55–73Das Dazwischen (PDF)
Anmerkungen zu Zeit, Raum und dem psychischen Apparat von Sigmund FreudGerhard DahlS. 75–99Aporie der Nachträglichkeit und regressive Temporalität (PDF)
Zur Erschließung des nicht-verdrängten UnbewusstenClarisse BaruchS. 101–121Das Vorbewusste: Ein Raum für Zeit und Humor (PDF)
Eckart LeiserS. 123–138Der Körper und die Konstruktion der Zeit (PDF)
Riccardo LombardiS. 139–154Hass und Zeit (PDF)
Michael DiercksS. 155–180»Dem Unbewussten vertrauen?« (PDF)
Zum paradoxen Kern der psychoanalytischen MethodeDominic AngelochS. 181–200Mystik durch Übertragung (PDF)
Fehlübersetzungen und die Folgen in der deutschsprachigen Bion-RezeptionWolfgang HegenerS. 203–207Vom Lutschen, Ludeln und Wonnesaugen (PDF)
Zur autoerotischen Konstitution des Objekts in Freuds Drei AbhandlungenUta ZeitzschelS. 209–214Intrauterine Umgebung - Frühgeburt - Objekt? (PDF)
Bernd NissenS. 215–217Psyche ist objektal, weiß nichts davon (PDF)
Christel Böhme-BloemS. 219–227Die lauschenden und lautierenden Wesen des Fabian Vogler (PDF)
Joseph Sassoon SemahS. 229–230Eine Einführung in das Prinzip der relativen Expression (PDF)
