Marita Metz-Becker

Gretchentragödien (PDF-E-Book)

Kindsmörderinnen im 19. Jahrhundert (1770-1870)

Cover Gretchentragödien (PDF-E-Book)

EUR 24,99

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Buchreihe: Forschung Psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

254 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im März 2021

ISBN-13: 978-3-8379-7781-3, Bestell-Nr.: 7781

DOI: https://doi.org/10.30820/9783837977813
Goethes Gretchentragödie hat das Bild der Kindsmörderin nachhaltig geprägt. Doch was bedeutete eine ungewollte Schwangerschaft im 18. und 19. Jahrhundert wirklich? In welchem gesellschaftlichen Klima wurden Mütter zu Mörderinnen?

Marita Metz-Becker verfolgt die Spuren, die diese Frauen in Akten und Archiven hinterlassen haben. Die Autorin schildert die prekären Lebensumstände der Täterinnen, insbesondere von Dienstmägden, die sich zwischen gesellschaftlicher Ächtung und Scham in einer für sie aussichtslosen Lage wiederfanden. In ihrer kulturwissenschaftlichen Studie untersucht die Autorin den Kindsmord als historisches Phänomen, tief in den Dynamiken und Widersprüchen seiner Zeit verstrickt. Sie fragt, welche Rollen Kirche, Justiz und Medizin im Leben dieser Frauen spielten, das in mehr als 100 Akten des Staatsarchivs Marburg dokumentiert ist. Dabei macht sie Dynamiken von Macht und Ohnmacht sichtbar, die bis in die heutige Zeit fortdauern.

Rezensionen

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Impulse für Gesundheitsförderung, Heft 114, April 2022

Rezension von Annike Nock

»Insbesondere die aussichtslose Lage und den Missstand durch die prekären Lebenswelten von Dienstmägden rekonstruiert [die Autorin] im Buch eindrücklich. Darüber hinaus beschreibt sie die gesellschaftspolitische Situation und den aufklärerischen Diskurs um die Abschaffung der Todesstrafe bei Kindsmord. Abschließend wird der aktuelle Bezug zur gegenwärtigen Diskussion rund um die anonyme Geburt aufgegriffen. Ein Buch zur Müttergesundheit mit historischem Bezug…«

Oberhessische Presse, 21. Mai 2021

Rezension von Uwe Badouin

»Marita Metz-Becker hat sich 2016 in ihrem Buch ›Gretchentragödien. Kindsmörderinnen im 19. Jahrhundert /1770 – 1870)‹ mit dem Thema beschäftigt und im Hessischen Staatsarchiv recherchiert. Das Buch war schnell vergriffen. Jetzt gibt es eine Neuauflage – erschienen im Gießener Psychosozial-Verlag…«