Wilhelm Reich

Massenpsychologie des Faschismus (PDF-E-Book)

Der Originaltext von 1933

Cover Massenpsychologie des Faschismus (PDF-E-Book)

EUR 32,99

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Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Verlag: Psychosozial-Verlag

280 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im Januar 2020

ISBN-13: 978-3-8379-7651-9, Bestell-Nr.: 7651

DOI: https://doi.org/10.30820/9783837929409
Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus (1933) ist eine tiefgründige Untersuchung der psychosozialen Hintergründe des deutschen und internationalen Faschismus. Zugleich ist es ein Zeitzeugenbericht: Ein marxistischer Psychoanalytiker jüdischer Herkunft erlebt, kommentiert und analysiert das Ende der Weimarer Republik und den Siegeszug des Nationalsozialismus. Die hier dargestellte Sichtweise ist so nur noch in Reichs eigener späterer Version der Massenpsychologie (1946) nachzulesen – allerdings deutlich verändert, teils weniger klar formuliert, auf jeden Fall: weniger psychoanalytisch.

Reichs Originaltext von 1933 erscheint hier ergänzt um das Nachwort der zweiten Auflage von 1934 sowie versehen mit einem Glossar und einer biografisch-zeitgeschichtlichen Einordnung von Andreas Peglau.

Inhaltsverzeichnis

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Vorrede

I. Kapitel
Die Ideologie als materielle Gewalt
1. Die Schere
2. Ökonomische und ideologische Struktur der Gesellschaft
3. Die Fragestellung der Massenpsychologie
4. Die gesellschaftliche Funktion der Sexualunterdrückung

II. Kapitel
Die Familienideologie in der Massenpsychologie des Faschismus
1. Führer und Massenstruktur
2. Hitlers Herkunft
3. Zur Massenpsychologie des Kleinbürgertums
4. Familienbindung und nationales Empfinden
5. Das nationalistische Selbstgefühl
6. Ideologische Verbürgerlichung des Proletariats

III. Kapitel
Die Rassetheorie
1. Ihr Inhalt
2. Objektive und subjektive Funktion der Ideologie
3. Rassereinheit, Blutsvergiftung und Mystizismus

IV. Kapitel
Die Symbolik des Hakenkreuzes

V. Kapitel
Die sexualökonomischen Voraussetzungen der bürgerlichen Familie

VI. Kapitel
Die Kirche als internationale sexualpolitische Organisation des Kapitals
1. Das Interesse an der Kirche
2. Der Kampf gegen den »Kulturbolschewismus«
3. Der Appell an das religiöse Gefühl
4. Das Ziel des Kulturbolschewismus im Lichte der Reaktion

VII. Kapitel
Die Voraussetzungen der sexualpolitischen Praxis im antireligiösen Kampf
1. Verankerung der Religion durch sexuelle Angst
a. Verankerung in der Kindheit
b. Verankerung der Religion im Jugendalter
2. Gesundes und neurotisches Selbstgefühl

VIII. Kapitel
Einige Fragen der sexualpolitischen Praxis
1. Theorie und Praxis
2. Der bisherige Kampf gegen die Religion
3. Sexuelle Bewusstheit contra Mystik
4. Die individuelle Entwurzelung des religiösen Gefühls
5. Einwände und die Praxis der Sexualpolitik
6. Der unpolitische Mensch

Nachwort zur II. Auflage (1934)

Fremdwörterverzeichnis (zusammengestellt von Wilhelm Reich)

Anhang (Andreas Peglau)

Editorische Notizen

Glossar

Zeitleiste mit dem Schwerpunkt 1930 bis 1933

Wilhelm Reich und die Originalausgabe der Massenpsychologie des Faschismus von 1933
Eine biografisch-zeitgeschichtliche Einordnung

Literatur

Rezensionen

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Luzifer-Amor Heft 65, 33. Jg. 2020

Rezension von Helmut Dahmer

»Reichs marxistisch-freudianische Studie lehrt, was in dieser Situation zu tun ist: Die gewaltträchtige Ideologie des ›Flügels‹ der AfD, der ›Identitären‹ und ähnlicher Gruppen zu analysieren und öffentlich anzugreifen und ein radikales, egalitäres und libertäres Reformprogramm zu entwickeln, das die Alltagsbedürfnisse der Mehrheit aufgreift, für jedermann verständlich und darum geeignet ist, Menschen zu motivieren, aus ihrer Apathie auszuscheren und als Aktivbürger in das politische Geschehen einzugreifen…«

Socialnet.de am 25. Februar 2020

Rezension von Hans-Peter Heekerens

»Das Buch gehört dahin, wovon es die Nazis und ihre allzu willigen Helfer bis in die Spitzen der deutschen Professorenschaft zur klammheimlichen Freude der kommunistischen wie psychoanalytischen Orthodoxie erfolgreich bald neun Jahrzehnte ferngehalten haben: in die Hochschulbibliotheken und sonstige Bibliotheken, die der Bildung in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter dienen. Dafür können ›Kümmerer‹ sorgen, die sich an Hochschulen in Gestalt von Dozent(inn)en finden (können). Für meine Bezugsdisziplin, die Soziale Arbeit, empfehle ich für jede Institutsbibliothek die Anschaffung von mindestens zwei Exemplaren, von denen eines Studierenden in der Präsenzabteilung oder in der Kurzzeitausleihe zur Verfügung stehen sollte…«

Das Blättchen. Zweiwochenschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft, Nr. 5, 2. März 2020

Rezension von Wolfgang Brauer

»Spätestens mit dem Aufkommen einer offensichtlich massenwirksamen rechtspopulistischen Partei mit starker Affinität zu extremistischen und faschistischen Bewegungen wurde der Reichsche Erklärungsansatz wieder aktuell. Er vermag es, Einblicke in die Urgründe dieses für Viele immer noch Unfassbaren zu geben…«

Neues Deutschland am 10. März 2020

Rezension von Werner Abel

»Dem Psychoanalytiker und Reich-Forscher Andreas Peglau ist es zu verdanken, dass dieser Klassiker der Rechtsextremismusforschung nun, nach 87 Jahren, erstmals wieder verlegt wurde, versehen mit einem umfang- und aufschlussreichen Anhang. Wer ein ganzheitliches Verständnis des NS-Regimes anstrebt, aber auch wer den gegenwärtigen politischen Rechtsruck durchschauen und bekämpfen will, sollte das Buch lesen…«

Neue Rheinische Zeitung (nrhz.de) am 5. Februar 2020

Rezension von Günter Rexilius

»Wer das Nachwort von Andreas Peglau als Kompass für die Lektüre des Reich-Textes nimmt, wird sich nach wenigen Abschnitten bewusst: Niemand hat wie Reich mit psycho-analytischer Akribie untersucht, dass und wie patriarchale Gesellschaften auf faschistischem Denken und Handeln fußen: Der sie tragende autoritäre Erziehungsstil, der sexualfeindlich und destruktiv ist, verankert in den kindlichen Individuen Angst, Unterwürfigkeit und Aggressivität als ›Marschroute‹ durchs Leben.…«

Rezension von Andreas Peglau

»Konsequente Psychoanalyse ist gesellschaftskritisch, als Sozialwissenschaft ebenso wie als Therapiemethode. Auch deswegen ist das im Spätsommer 1933 publizierte Original von Reichs Massenpsychologie des Faschismus eines der wichtigsten psychoanalytischen Bücher, die je erschienen sind. Zudem war es innerhalb dessen, was heute Rechtsextremismusforschung genannt wird, die erste Veröffentlichung zu psychosozialen Hintergründen des NS-Systems…« [mehr]