Tatjana Jungblut

Seelenwissenschaft von der Antike bis zur Gegenwart (PDF-E-Book)

Die dialogische Entwicklung des Psychischen vor dem Hintergrund der Ausgrenzung behinderter Menschen

Cover Seelenwissenschaft von der Antike bis zur Gegenwart (PDF-E-Book)

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Buchreihe: Dialektik der Be-Hinderung

Verlag: Psychosozial-Verlag

460 Seiten, PDF-E-Book

1. Auflage 2019

Erschienen im August 2019

ISBN-13: 978-3-8379-7476-8, Bestell-Nr.: 7476

»Eine fundierte, exzellent ausgeführte und – bezogen auf die Thematik und das Fach – hoch bedeutende Studie, mit der vor allem auch eine philosophie- und psychologiegeschichtliche Grundlagenarbeit vorliegt, wie sie bislang derart umfassend, ausführlich und differenziert nicht vorliegt.«
Prof. Dr. Georg Feuser

In einer Gegenwart, in der ein an materiellen Leistungsmerkmalen ausgerichtetes Verständnis des menschlichen Körpers und Gehirns etabliert ist, erinnert Tatjana Jungblut an eine ganz andere Tradition: den Kulturbegriff der Seele. Sie fordert die Fachleute auf, ihre Kenntnisse über die Rolle des Seelischen bei psychischer Erkrankung und Behinderung zu konkretisieren, und lässt dabei auf ein Ende der Reduktion des Psychischen auf Bewusstseinsvorgänge hoffen. »Intelligenztests« und die Konstruktion von Abweichungen wie Behinderung als defizitär erscheinen so als Missachtung der menschlichen Ganzheit. Diese wird mit einem historisch fundierten Begriff der Seele zu greifen versucht: Stets entlang eines roten Fadens begibt sich die Autorin in Analysen von über 115 DenkerInnen schrittweise von der Antike bis zur Gegenwart. Sie bietet damit differenzierte Grundlagen für Diskussionen über eine moderne Konzeption von Körper, Seele und Geist in Psychotherapie, Coaching, Pädagogik und Bildung.

Inhaltsverzeichnis

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Darstellungen

Vorwort
Die Seele als Form des lebendigen Körpers
Wolfgang Jantzen

Einleitung

I. Das Seelisch-Psychische in der Philosophie- und Psychologiegeschichte
1.1 Wie der moderne Mensch die Seele versteht
1.2 Rückwarts vom Marxismus über Descartes, Kant und Spinoza in die antike Philosophie
1.3 Die Idee der kosmischen Allbeseeltheit der Antike. Von Orpheus bis zu Augustinus
1.4 Seelendistinktion und Mittelalter – eine Angelegenheit des Klerus. Von Alkuin bis Meister Eckhart
1.5 Wiederbelebungsversuche der Weltseelenidee in der Renaissance. Von Pomponazzius bis Bruno
1.6 Von der klerikalen bis zur wissenschaftlichen Seelendistinktion in der Neuzeit. Von Luther bis Schopenhauer
1.7 Absonderung des Psychischen vom Seelischen in der Frühmoderne. Von Herbart bis Münsterberg
1.8 Elimination, Akzidenz, Aktualität und Subjekt des Psychischen sowie Beseeltheit der Materie, Kosmismus und Tätigkeitstheorie in der Moderne. Von Pavlov bis Basaglia
1.9 Zusammenfassende Erkenntnisse
Bibliografie zum Teil I

II. Im Anfang war der Sinn …
2.1 Seelenverständnis ex negativo: Seelenmord oder Superlativ der Sinnlosigkeit
2.2 Kognition und geistige Behinderung als Beispiele der Denkökonomie und ihre Uberwindung durch Substanzeinheit
2.3 Vernunftbildung als spinozanische Uberwindung des cartesischen Leib-Seele-Problems
2.4 Dualitätsüberwindung durch Widerspiegelungs- und Tätigkeitsprinzip
2.5 Die Erträge des Kapitels »Im Anfang war der Sinn …«
Bibliografie zum Teil II

III. Das Psychische in der Tätigkeitsforschung
3.1 Dialogische Entwicklung des Psychischen – Polyphonie statt Dualität
3.2 Raumzeitliche Gegebenheiten der Entwicklung
3.3 Aufbau der Bewegungen und Prinzip der Tätigkeit
3.4 Repräsentationsniveaus des Psychischen
3.5 Entwicklungskrisen, Konflikte und die Möglichkeitssphäre
3.6 Von den Tätigkeitsregulatoren bis zu den Persönlichkeitsgründen
3.7 Sinn, Kraft und Tat – am Rande der Forschung
3.8 Die Ergebnisse der Aufschlüsselung des Psychischen
Bibliografie zum Teil III

IV. Das Experimentell-Praktische
4.1 Romantische Wissenschaft und Hermeneutik des Erkenntnisbaums
4.2 Studie zum Gruppentherapieerfolg
4.3 Vom Mythos zum Logos: das wilde Ungeheuer und die schreckliche Medusa
4.4 Interviews zu den Erfolgskriterien in der Behindertenhilfe
4.5 Die Erträge des Experimentell-Praktischen
Bibliografie zum Teil IV