Christa Müller

Schatten des Schweigens, Notwendigkeit des Erinnerns (PDF-E-Book)

Kindheiten im Nationalsozialismus, im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit

Cover Schatten des Schweigens, Notwendigkeit des Erinnerns (PDF-E-Book)

EUR 36,99

Sofort-Download

Dies ist ein PDF-E-Book. Sie erhalten kein gedrucktes Buch, sondern einen Link, unter dem Sie den Titel als E-Book herunterladen können. Unsere E-Books sind mit einem personalisierten Wasserzeichen versehen, jedoch frei von weiteren technischen Schutzmaßnahmen (»DRM«). Erfahren Sie hier mehr zu den Datei-Formaten und kompatibler Soft- und Hardware.

Buchreihe: Forschung Psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

379 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im August 2014

ISBN-13: 978-3-8379-7310-5, Bestell-Nr.: 7310

Die deutsche Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus und zum Zweiten Weltkrieg ist bis heute einem stetigen Veränderungsprozess unterworfen. Die komplexen und belasteten Erinnerungswelten der Kriegskinder sind Teil dieses Prozesses, der durch eine Kultur des Schweigens und Verdrängens geprägt ist. Knapp 70 Jahre nach Kriegsende besteht ein großes interdisziplinäres Interesse an den Erinnerungen der letzten lebenden Zeitzeugen.

Die Autorin stellt die Ergebnisse ihrer breit angelegten wissenschaftlichen Untersuchung zum Schicksal von Kriegskindern des Zweiten Weltkrieges vor. Auf der Grundlage von Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen skizziert Christa Müller komplexe Erinnerungswelten, deren vielschichtige Auswirkungen sich bis in die Gegenwart hinein als unverarbeitete innerpsychische Repräsentanzen aufzeigen lassen. Durch die Darstellung persönlicher Positionierungen wendet sich die Autorin gegen eine abstrahierende Herangehensweise an die nationalsozialistische Vergangenheit und vermeidet undifferenzierte Täter-Opfer-Dichotomien.

Inhaltsverzeichnis

[ einblenden ]


Inhalt

Vorwort

»Kriegskindheit« im historischen Kontext – Hintergründe und Fragestellungen

Erlebniswelten der Kriegskinder – Forschungsaspekte
Langzeitfolgen der Kriegskindheit
Kriegskinder auf der Couch
Die Generation der entfremdeten Eigenbeziehung
Erlebniswelten »Kriegskindheit«: Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Kriegskinder im Forschungsinterview
Forschungsweg und zeitlicher Ablauf
Auswahl der Untersuchungspersonen nach dem Prinzip des »Theoretical Samplings«
Soziodemografische Merkmale der Interviewteilnehmer
Inhalte und Aufbau des narrativen halbstrukturierten Interviews
Interviewdurchführung
Erste Eindrücke aus den Interviews

Auswertung der Interviews
Untersuchung der Eingangssequenzen – Inhaltliche Textanalyse
Inhaltliche Strukturierung und Auswertung der Interviewtexte

Diskussion der Ergebnisse
Kindheitserfahrungen im Nationalsozialismus und ihre Verarbeitung
Kindheit im Zweiten Weltkrieg und ihre Folgen
Kindheitserfahrungen in der Nachkriegszeit und deren Folgen

Zusammenfassung der Ergebnisse: Die belastende Wiederkehr der Kriegskindheit im weiteren Leben und im Alter
Unvergessliche Erinnerungen und Bilder
Leerstellen der Kommunikation: Verschlossene Erinnerungs- und Erlebniswelten
Abwesenheit oder Verlust des Vaters
Belastende Mutterrepräsentanzen
Selbstbild: Transgenerationale Identifikationskonflikte
Bild der Kriegszeit: Der Einfluss des Zweiten Weltkriegs auf die Kindheitsentwicklung
NS-Themen und Holocaust: »Die Krypta im Ich«
Bild der Nachkriegszeit: Im subjektiven Erleben der Kriegskinder die schwierigste Zeit

Resümee

Literatur

Rezensionen

[ einblenden ]

Kinderanalyse 24, Heft 4/2016

Rezension von Gertrud Hardtmann

»Dieses Buch hat, auch wenn es sich auf eine mittlerweile fast drei Generationen zurückliegende Zeit bezieht, inzwischen durch die aktuellen Kriege und Fluchtbewegungen eine unerwartete Aktualität bekommen…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Prof. Kurt Witterstätter

»Eine etwas sperrige qualitative Untersuchung zu den lebenslangen psychischen Belastungen von Zweit-Weltkriegskindern zeigt, dass Traumata in der Entstehungszeit aufgearbeitet gehörten. Die jahrzehntelangen ›dunklen Stellen‹ konnten teilweise erst dank der Erinnerungskultur der 1990er Jahre ans Licht gebracht werden…« [mehr]