Resilienz stärken, Integration erleichtern
Eine präventive psychosoziale Begleitung ist für Geflüchtete essenziell, um sich an die neuen Lebensumstände in der Aufnahmesituation anzupassen. Die Beiträger*innen analysieren den Einfluss einer frühzeitigen präventiven psychosozialen Betreuung in der Ankunftsphase nach der Flucht. Sie zeigen konkrete praktische Maßnahmen einer fluchtspezifischen Begleitung auf und leiten politische Handlungsempfehlungen ab. [ mehr ]
Die transformierende Kraft der Kunst
In einer Verbindung von Rezeptionsanalyse und post-kleinianischen Interpretationen der Symbolisierungsfunktion würdigt Doreen Röseler die kritische, solidarische und dialektische Kraft von Kunst. Sie beleuchtet psychoanalytische Zugänge der Objektbeziehungstheorie verknüpft mit Dynamiken zeitgeschichtlicher, politischer und gesellschaftlicher Prozesse. [ mehr ]
Unbewusstes
Günter Gödde und Michael Buchholz zeichnen die Entwicklung des Begriffs des »Unbewussten« nach und unterscheiden dabei zwischen einem vertikalen Unbewussten, das sich aus der Dynamik von Verdrängung und Abwehr entwickelt, und einem horizontalen Unbewussten, das den vielfachen Resonanzen in der Behandlungssituation Rechnung trägt. [ mehr ]
Das Unbewusste in der Praxis
Prominente Praktiker*innen beschreiben die bedeutsamen und wirkmächtigen Einflüsse des Unbewussten in ihren Praxisfeldern. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei sowohl bestimmten Krankheitsbildern wie Depression, Sucht und Psychose, aber auch gesellschaftlichen und politischen Konfliktbereichen gewidmet. Die Betrachtung der Einflüsse des Unbewussten auf Kunst, Literatur und Lebenskunst runden den Band ab. [ mehr ]
Das Unbewusste in aktuellen Diskursen
In interdisziplinären Beiträgen wird in die weit verzweigte Thematik des Unbewussten als ein verknüpfendes Konzept zwischen den Wissenschaften eingeführt. Entwicklungspsychologische Konzeptionen aus der Pränatal-, Säuglings-, Bindungs- bis hin zur Altersforschung erlauben ebenso neue Anschlüsse an das Konzept des Unbewussten wie die Verbindungen, die sich zwischen den verschiedenen Sozial- und Naturwissenschaften herausgebildet haben. [ mehr ]
Macht und Dynamik des Unbewussten
Namhafte Autor*innen gehen den Wurzeln des Unbewussten in der – auch außereuropäischen – Philosophie, Medizin und Psychologie nach, beschreiben die Entwicklungen des Begriffs durch und nach Freud und belegen, wie sehr das Unbewusste in den Nachbarwissenschaften und längst in der empirischen Psychotherapieforschung als selbstverständlich angenommen wird. [ mehr ]
Psychosoziale Beratung in der Pränatalen Medizin
Eine qualifizierte psychosoziale Beratung von werdenden Müttern ist in der Pränatalen Medizin von essenzieller Bedeutung. Cornelia und Konrad Weller zeigen anhand konkreter Falldarstellungen, wie eine psychologische Begleitung bei unterschiedlichen Diagnosen und Beratungskonstellationen, Krisenverläufen und Entscheidungskonflikten aussehen kann und wie in der Beratung am besten mit Krisen, Konflikten und Trauer umgegangen wird.
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Der Bildschirm als Spiegel
Videokommunikation ist als Bestandteil professioneller Interaktion etabliert, wird meist jedoch rein als technische Kommunikationsform verstanden. Eine psychodynamische Perspektive darauf zeigt hingegen, dass Videotechnologie weit über ihre funktionale Ebene hinaus wirkt und intensive Affekte auslösen kann. Auf Basis des entwicklungspsychologischen Konzepts der frühen Spiegelung im Blick der Mutter und empirischer Tiefeninterviews identifiziert Claudia Kaefer unterschiedliche affektive, durch Video ausgelöste Zustände. Sie versteht Videokommunikation als unbewusste Verdichtung von Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Rückzug. [ mehr ]
Psychose
Psychotische Störungen greifen tief in den Lebensalltag der Betroffenen ein und belasten ihre Beziehung zu sich selbst und zu anderen. In der vorliegenden Einführung werden die entscheidenden psychoanalytischen Psychosekonzepte vorgestellt und Konsequenzen für die therapeutische Haltung herausgearbeitet. Zahlreiche klinische Beispiele veranschaulichen und vertiefen die Konzepte. [ mehr ]
Sozialwissenschaftlich fundierte Beratung in Pädagogik, Supervision und Sozialer Arbeit
Katharina Gröning kritisiert die therapeutische Ausrichtung von Beratung und legt ein sozialwissenschaftlich fundiertes Prozessmodell vor. Ihr Zugang stellt gesellschaftliche und sozialwissenschaftliche Aspekte der Beratung in den Mittelpunkt, um sich von der klinischen Fixierung zu lösen. [ mehr ]
Selbstfürsorge in der Lehre
Lehren ist anspruchsvoll: fachlich, didaktisch, emotional – und oft auch organisatorisch. Selbstfürsorge in der Lehre zeigt, warum Selbstfürsorge kein »Extra« nebenbei ist, sondern Teil professioneller Haltung und Praxis: als Beitrag zur eigenen Gesundheit, zur Qualitätssicherung und dazu, dass Lehre langfristig Freude macht. Auf Basis gesundheitswissenschaftlicher Erkenntnisse erläutert die Autorin verständlich die Grundlagen der Selbstfürsorge im Lehrkontext und übersetzt sie in konkrete, alltagstaugliche Schritte. [ mehr ]
Migrations- und Kultursensibilität in sozialen Berufen
Migrations- und Kultursensibilität sind grundlegende professionelle Kompetenzen in Sozialer Arbeit und Pädagogik. Die Autoren vermitteln verständlich Grundlagen zu Migration, Integration und Rassismuskritik und verbinden diese alltagsnah mit Fallbeispielen, Reflexionsimpulsen und Handlungsmöglichkeiten. Damit schlagen sie eine Brücke von der Theorie zur professionellen Haltung und bieten Handlungssicherheit in diversitätssensiblen Arbeitsfeldern und konkreten Lebenswelten. Sie stellen einen strukturierten Werkzeugkasten bereit, um in einer Gesellschaft, in der sich verschiedenste Kulturen begegnen, nachhaltig gerechte Zugänge zu schaffen, Unterschiede wertzuschätzen und soziale Teilhabe aktiv zu fördern. [ mehr ]
Psychoanalytische Schulen im Gespräch über Strukturtheorie, Ichpsychologie und moderne Konflikttheorie
Welche Theorien und Methoden der psychoanalytischen Behandlungstechnik sind heute noch maßgeblich? Worin unterscheiden sich klassische Psychoanalyse, moderne ichpsychologische Konflikttheorie, Objektbeziehungstheorien, Selbstpsychologie und relationale Psychoanalyse? Mit dem Blick auf Konzept, klinische Praxis und interdisziplinäre Anwendung werden wichtige Ansätze in lebendiger Weise erfahrbar. [ mehr ]
Volkskrankheit Einsamkeit?
Frank Schulz-Nieswandt und Ursula Köstler wenden sich gegen dramatisierende Vereinnahmungen von Einsamkeit. Mit dem kritischen Blick sozialempirischer Forschung loten sie das Phänomen im Spannungsfeld von Zivilgesellschaft, Familie und Staat aus und sprechen sich für ein humanistisches Ernstnehmen dieses Daseinsthemas aus. [ mehr ]
Handbuch Psychoanalyse und Entwicklung
Das dreibändige Handbuch Psychoanalyse und Entwicklung erschließt die menschliche Entwicklung aus psychoanalytischer und interdisziplinärer Perspektive – von den grundlegenden Modellen bis zur praktischen Arbeit in unterschiedlichen Lebensphasen. Band 1 bündelt Geschichte, Paradigmen und zentrale Konzepte (u.a. unbewusste Prozesse, Bindung und Beziehung, Struktur und Konflikt, Mentalisierung, Trauma und Resilienz). [ mehr ]
Praxis des Sexocorporel
Sexocorporel ist ein verbreiteter Ansatz der Sexualberatung und -therapie und bietet zugleich vielfältige Anwendungen in der Sexuellen Bildung. Nach dem Einführungsband Grundlagen des Sexocorporel steht im nun vorliegenden Band die Praxis im Fokus. Die Autor*innen, darunter zahlreiche Praktiker*innen, zeigen, wie der körperorientierte Ansatz in der Sexualberatung und Sexuellen Bildung eingesetzt werden kann. [ mehr ]
Zwang
Annabelle Starck und Heinz Weiß untersuchen die psychoanalytischen Konzeptionen des Zwangs und zeigen anhand zahlreicher Fallbeispiele, wie sich aktuelle Zwangsmanifestationen im Perfektionismus, im Gebrauch sozialer Medien sowie im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Veränderungen widerspiegeln. Das Buch bietet so eine fundierte Grundlage für die psychotherapeutische Arbeit mit Zwangserkrankungen. [ mehr ]
Die unvollendete kopernikanische Revolution in der Psychoanalyse
Zu behaupten, dass der Mensch ursprünglich um den anderen »kreist« und dass er sich von Kindheit an von einer radikalen Andersheit ausbildet, ist eine Revolution, die es fortzusetzen gilt – von Freud aus und über ihn hinaus. Die in diesem Band enthaltenen Texte von Jean Laplanche aus den Jahren 1967 bis 1992 zeigen, dass der Gegensatz zwischen einer »kopernikanischen« Tendenz, die den Menschen sich selbst gegenüber dezentriert, und einer »ptolemäischen« Tendenz, die ihn unaufhörlich auf sein Ich rezentriert, in der Psychoanalyse und auch im Denken Freuds gegenwärtig bleibt. [ mehr ]
Die Entdeckung der Mutterliebe
Deborah Blum schildert das Leben des exzentrischen und umstrittenen Wissenschaftlers Harry Harlow, der mit seinen legendären, jedoch grausamen Affenexperimenten die Kraft der Mutterliebe bewies und so den Grundstein für die Bindungsforschung legte. [ mehr ]
Wilhelm Reich
Wilhelm Reich (1897–1957) war einer der originellsten Denker des 20. Jahrhunderts. David Boadella beschreibt Reichs abenteuerliches und tragisches Leben und erschließt sein bedeutendes Werk.
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Feedback 2/2026
Die zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift Feedback – Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung (herausgegeben von Günter Dietrich, Karin Zajec und Robert Stefan) bietet ein wissenschaftliches Forum für Forschung und Praxis der Gruppentherapie und Gruppenberatung im deutschsprachigen Raum. Publiziert werden sowohl qualitativ wie auch quantitativ ausgerichtete empirische wissenschaftliche Arbeiten, Beiträge zur Grundlagenforschung, Rezensionen und Berichte aus der Vielfalt der psychotherapeutischen und beraterischen Arbeit mit Fokus auf das Themenfeld der Gruppe.
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Einsamkeit
Das Thema Einsamkeit ist allgegenwärtig und vieldimensional: Zwischen gefahrvoller Bodenlosigkeit und produktiver Weiterentwicklung ermöglicht das Nachdenken über Einsamkeit wichtige Impulse für eine interdisziplinäre Diskussion. [ mehr ]
Traum und Träumen in Psychoanalyse und Musik
Der Traum ist das Tor zur psychoanalytischen Wissenschaft und gleichzeitig künstlerischer Verwandlungsraum, in dem sich Unbewusstes, Körperempfindung, Bild, Klang und Sprache verschränken. Die Autor*innen erkunden diese Dynamik in der Durchdringung von Psychoanalyse und Musik. [ mehr ]
Das Ringen um Teilhabe
In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann. [ mehr ]
Trauma
Während eine psychoanalytische Therapie »komplex« traumatisierter Patient*innen die therapeutische Beziehung ins Zentrum stellt und sich vielfältiger metaphorischer Mittel bedient, erfordern akute Extremtraumatisierungen ein verhaltensmodifizierendes Vorgehen. Mathias Hirsch zeigt, wie ein sensibler Umgang mit Traumatisierung in der Therapie gelingt. [ mehr ]
Irrationalitäten und Widersprüche
Die Beiträger*innen nutzen das emanzipatorisch-aufklärerische Potenzial der Psychoanalyse für die Exploration gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa im Kontext von Flucht und Migration, antidemokratischer Bestrebungen, kapitalistischer (Tausch-)Ordnungen oder der Klimakrise. Sie plädieren für ein psychoanalytisches Verständnis sozialer Phänomene. Die Hinwendung zu unbewussten und dynamischen Prozessen erlaubt es, die Sinnhaftigkeit vermeintlicher Irrationalitäten und Widersprüche ergründen zu können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Gesellschaftskritik. [ mehr ]
Elterliche Botschaften
Welchen Einfluss übt das elterliche Verhalten auf die Entwicklung des Kindes aus? Welche Auswirkungen haben elterliche Botschaften? Im kritisch-interdisziplinären Diskurs ausgehend von Psychoanalyse und Psychotherapie werden im vorliegenden Band verschiedene Betrachtungsebenen ausgelotet. [ mehr ]
Geschlecht als gelebte Erfahrung
Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen. [ mehr ]
Trauma und transgenerationale Verbundenheit
Janine Cunea arbeitete in einem psychosozialen Zentrum in Frankfurt am Main und interviewte dort Shoa-Überlebende, die zwischen 1919 und 1927 geboren wurden. Sie lernte besondere, äußerst vitale, starke und beeindruckende Persönlichkeiten voller Humor und Lebenskraft kennen, die trotz oder gerade wegen des Schrecklichen und Unmenschlichen, das sie erleben mussten, menschlich, weise, gütig und tolerant wurden. Ein enges generationales Verhältnis entstand zu ihnen. Durch die biografischen Perspektiven der Überlebenden nähert sich die Autorin der tiefenpsychologisch bedeutsamen Frage nach dem Verhältnis von Trauma, Überleben und Altern an. [ mehr ]
Zeugnisse einer Freundschaft
Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der Auseinandersetzung. [ mehr ]
supervision - Mensch Arbeit Organisation: Landschaften der Arbeit. Routen und Positionen der Supervision
Ausgehend von einem soziologischen Befund zur gegenwärtigen Situation der Arbeit werden Routen und Positionen der Supervision zwischen »Just in Time« und »Old School« verfolgt. Supervisor*innen der jüngeren Generation setzen sich damit auseinander, wie sie den Anforderungen an Supervision in einer sich rasant verändernden Gesellschaft mit ihren Krisen und Herausforderungen – von Ökonomie bis Klimakatastrophe – und dem damit einhergehenden Wandel in der Arbeitswelt begegnen. [ mehr ]
The Student, the Patient and the Illness
The essays for the Ascona Balint Award give a deep impression of the students’ experiences, reflections and conclusions. And they show an insight into medical education in different countries. [ mehr ]
Das Innere-Kinder-Retten
Die Therapiemethode des Innere-Kinder-Rettens zur sanften Heilung von Traumatisierten erspart den Betroffenen die Konfrontation mit den traumaauslösenden Erlebnissen. Als Methode, die sich mit allen bekannten Traumatherapien kombinieren lässt, hat sie sich insbesondere bei komplex traumatisierten Patient*innen bewährt. Gabriele Kahn erläutert die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Hintergründe anhand zahlreicher Beispiele und schildert den Verlauf der Therapie vom ersten Kontakt bis zu den fünf Schritten der Rettungsaktion detailliert und praxisnah. [ mehr ]
Emotionale Kompetenz
Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären. [ mehr ]
Existenzielles Grounding
Wie finden Menschen im hektischen Alltag zu innerer Stimmigkeit, Präsenz und Lebendigkeit zurück? Markus Angermayr stellt, aufbauend auf existenzanalytischen, leibphänomenologischen und körperpsychotherapeutischen Ansätzen, erstmals umfassend das Konzept des Existenziellen Groundings vor – einen körperorientierten Weg, um sich selbst besser zu spüren und Orientierung zu finden. [ mehr ]
Krisen in Organisationen, Organisationen in Krisen
Die Autor*innen untersuchen die impliziten spezifischen Anforderungen an Supervision und Organisationsberatung im Hinblick auf organisationale Krisen. Die Beiträge laden dazu ein, aus den beschriebenen Dynamiken heraus dokumentierte Handlungswege nachzuvollziehen und eigene zu entwickeln. [ mehr ]
Verfolgende Objekte
Paranoia ist Teil der Psychopathologie unseres Alltagslebens. Sie reicht von milden Ausprägungen bis zu schweren Erscheinungsformen. Sie lebt von der Macht der Projektion unerträglicher Selbstanteile auf äußere Objekte. Durch unvorhergesehene Krisen oder Phasen des sozialen Wandels kann es zu einem Anstieg paranoider Ängste und Fantasien kommen. Wenn eine solche Grundstimmung nicht eingefangen wird, können Projektionen eine hohe destruktive Kraft entfalten. Petra Holler widmet sich den ideengeschichtlichen Hintergründen der Begriffe Paranoia und Wahn, den entwicklungs- und sozialpsychologischen Zusammenhängen sowie klinischen und behandlungstechnischen Aspekten. [ mehr ]
Autorität in der Pädagogik neu denken
Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]
Bindung stärken von Anfang an
Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]
Soziopsychoanalyse der Konstruktion von »Macht« (PDF)
In sozialkonstruktivistischer Rahmung werden psychoanalytische Ansätze mit sozialpsychologischen und soziologischen zu einer dynamischen sozio-psychoanalytischen Triebund Prozesstheorie der Macht verknüpft. Im Sinne einer Verschränkung solcher Ansätze zu einer anwendungsfähigen sozio-psychoanalytischen Theorie der Macht werden aktuelle Weltereignisse als gleichsam empirische Feldstudien dekonstruktivistisch und szenisch-verstehend analysiert. ... [ mehr ]
Verlust vor Verlust bewahren? (PDF)
Dieser Beitrag wendet sich gegen Standpunkte, die darauf hinauslaufen, als nur einschränkend begriffene Verluste jedweder Art seien möglichst zu vermeiden, zu kompensieren oder zu annullieren. Dagegen wird auf eine Dimension unaufhebbaren Verlusts aufmerksam gemacht, der für soziales Leben konstitutiv und unabdingbar zu sein scheint.
Abstract:
This article opposes viewpoints that argue that losses of any kind (that are perceived as restrictive) should ... [ mehr ]
(Ver-)Lust und (Ver-)Bindung in spätmodernen Paarbeziehungen (PDF)
Der Beitrag untersucht die Dialektik von Bindung und Verlust in spätmodernen Paarbeziehungen. Ausgehend von der These, dass Konjugalität strukturell mit Verlust verbunden ist, werden auf der Grundlage französischer Soziologien des Individuums verschiedene Beziehungsformen, Phasen konjugaler Karrieren sowie milieuspezifische Strategien im Umgang mit Verlust analysiert. Gezeigt wird, dass Individuen Verluste nicht nur erleiden, sondern antizipieren und strategisch ... [ mehr ]
Verarbeitung von Anerkennungsund Zugehörigkeitsverlust im Tagebuch (PDF)
Tagebuchaufzeichnungen können komplexe und differenzierte Einsichten in die prozesshafte Verarbeitung von Verlusterfahrungen gewähren. Sie erzählen den erlittenen Verlust nicht aus der Retrospektive, sondern sind durch die zeitliche Nähe zum Erlebten, durch multiple Erzählzeitpunkte und einen offenen Erwartungshorizont gekennzeichnet. Dies wird exemplarisch anhand einer kurzen Tagebuchanalyse gezeigt. Die Tagebuch-Aufzeichnungen von Albert Herzfeld geben ... [ mehr ]
Suizidalität als Folge von Objekt-, Selbstund Weltverlust (PDF)
Suizidalität ist wie kaum ein anderes psychisches Symptom untrennbar mit einem realen oder fantasierten Objektverlust verknüpft, der als Selbstund Weltverlust erlebt werden kann. Das Verlusterleben kann durch den Tod eines bedeutungsvollen Anderen, eine reale oder fantasierte Trennung bedingt sein, aber auch, folgen wir Freud, durch den Verlust von Werten, Überzeugungen und Ich-Idealen erzeugt werden. Darüber hinaus zeigen sich bei der suizidalen Klientel ... [ mehr ]