Volkmar Sigusch

Transsexueller Wunsch und zissexuelle Abwehr

Psyche, 1995, 49(9-10), 811-837

Cover Transsexueller Wunsch und zissexuelle Abwehr

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 1995

Bestell-Nr.: 51603

Der Wunsch transsexueller Patienten, durch hormonelle und chirurgische Eingriffe dem jeweils entgegengesetzten Körpergeschlecht angepasst zu werden, wird aus der Perspektive von Psychoanalyse und Sexualwissenschaft erörtert. Es wird betont, dass dieser Wunsch die genannten Wissenschaften mit Problemen konfrontiert, die nicht nur psychologisch zu begreifen sind. In diesem Zusammenhang wird eine Auffassung der Abwehr eingeführt, in der diese nicht nur im technischen, sondern auch im epistemologischen, diskurs- und dispositivanalytischen Sinn begriffen wird. Die allgemeinen Dispositive, die die Wirklichkeit von Geschlecht und Geschlechterdifferenz bestimmen, sind zissexueller Natur. Ihre bis ins Physische hinein durchgesetzte Polarität ist der geschlechtliche Binarismus. Zissexuelle werden jene Menschen genannt, bei denen Körpergeschlecht und Geschlechtsidentität fraglos und scheinbar natural zusammenfallen. Erst wenn erkannt wird, dass die zweite Natur in Wirklichkeit die erste ist, kann jene Enttotalisierung des Transsexualismus einsetzen. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten