Marianne Leuzinger-Bohleber, Rolf Pfeifer

Erinnern in der Übertragung - Vergangenheit in der Gegenwart? Psychoanalyse und Embodied Cognitive Science: ein interdisziplinärer Dialog zum Gedächtnis

Psyche, 1998, 52(9-10), 884-918

Cover Erinnern in der Übertragung - Vergangenheit in der Gegenwart? Psychoanalyse und Embodied Cognitive Science: ein interdisziplinärer Dialog zum Gedächtnis

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 1998

Bestell-Nr.: 51488

Das Verhältnis von Psychoanalyse und Cognitive Science bzw. Kognitionswissenschaften wird erörtert. Das Gemeinsame beider Wissenschaften wird in den teilweise analogen Fragestellungen hinsichtlich Gedächtnis, Erinnern, Phantasieren sowie den kognitiven und emotionalen Prozessen gesehen. Die Gedächtniskonzepte der klassischen Cognitive Science werden erläutert, und die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels wird betont. Es wird dafür plädiert, das einseitige klassische Speichermodell (Wachstafel, Wunderblock) durch neuere Konzeptualisierungen der Embodied Cognitive Science abzulösen. Während dem Speichermodell zufolge Erinnern und Wiedererkennen lediglich zu automatischem replay identischer Engramme führt, erfasst die Embodied Cognitive Science, indem sie Gedächtnis sowohl in Interaktion mit der Umwelt als auch in ständiger adaptiver Veränderung im Organismus konzipiert, Psychologie wie Physiologie des Gedächtnisses gleichermaßen. Anhand eines psychoanalytischen Fallbeispiels wird abschließend deutlich gemacht, wie dieses neue Verständnis von Erinnerungsprozessen für den analytischen Prozess, speziell die Übertragungsbeziehung, fruchtbar gemacht werden kann. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten