Daru Huppert

Traumbilder, autoerotische Zustände und die Fähigkeit, alleine zu sein (PDF-E-Book)

Cover Traumbilder, autoerotische Zustände und die Fähigkeit, alleine zu sein (PDF-E-Book)

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19 Seiten, PDF-E-Book

Bestell-Nr.: 40603

DOI: https://doi.org/10.30820/0075-2363-2023-2-157
Ein wesentlicher, wenn auch oft vernachlässigter Aspekt des Traums ist, dass wir in Bildern träumen. Freud hat wiederholt die halluzinatorische Qualität der Traumbilder betont: Der Träumende sieht die Bilder nicht, er erlebt sie. Ohne den Erlebnischarakter des Traums gäbe es keine Wunscherfüllung, verlangt doch der Wunsch nach dem Anschein des Wirklichen. Das halluzinierte Traumbild ist somit ein Hüter des Wunsches. Im Traum kommt dem Körperbild eine herausragende Bedeutung zu. Durch diese Bilder gewinnt der Analytiker einen Eindruck von den unbewussten Körpervorstellungen seiner Patienten. Wenn es einem Patienten gelingt, sich diese abgewehrten Vorstellungen anzueignen, wird der Traum für ihn zu einem Übergangsobjekt. Entscheidend für diesen Vorgang sind die Empfindungen, die in die Körperbilder eingegangenen und dort stillgelegt worden sind. Diese stillgelegten Empfindungsreste können durch die analytische Arbeit geweckt werden. Allmählich wird damit die autoerotische Besetzung der vormals abgewehrten Körpervorstellungen möglich. Das vertieft die Fähigkeit der Patienten alleine zu sein. Im Aufsatz werden diese Überlegungen anhand von Träumen unterschiedlicher Patienten dargelegt.

Abstract:
One essential albeit often neglected aspect of dreams is that we dream in images. Freud repeatedly emphasized the hallucinatory quality of dream images: the dreamer does not see the images, but experiences them. Without the experiential character of the dream, there would be no wish fulfillment, because it is the appearance of the real that the wish needs. In this way, the hallucinatory dream image is the guardian of the wish. The body image is of extraordinary importance in dreams. Through such dream images, the analyst can gain insight into their patients’ unconscious representations of their body. If the patient manages to accept these rejected ideas as their own, the dream can become a transitional object for them. Crucial to this process are the sensations that have been incorporated into the body images and become incapacitated. What remains of these dormant sensations can be aroused through analytical work. Gradually, the autoerotic cathexis of the previously rejected body images becomes possible. This deepens the patient’s capacity to be alone. These reflections are elaborated in this paper with the help of various patients’ dreams.