Elisabeth Imhorst

Schwierigkeiten in der Analyse von trans Patient:innen (PDF-E-Book)

Zur Bedeutung von Abstand und (technischer) Neutralität

Cover Schwierigkeiten in der Analyse von trans Patient:innen (PDF-E-Book)

EUR 8,99

Sofort-Download

Dies ist ein PDF-E-Book. Sie erhalten kein gedrucktes Buch, sondern einen Link, unter dem Sie den Titel als E-Book herunterladen können. Unsere E-Books sind mit einem personalisierten Wasserzeichen versehen, jedoch frei von weiteren technischen Schutzmaßnahmen (»DRM«). Erfahren Sie hier mehr zu den Datei-Formaten und kompatibler Soft- und Hardware.

12 Seiten, PDF-E-Book

Bestell-Nr.: 40576

DOI: https://doi.org/10.30820/0075-2363-2023-1-19
Die Autorin versteht Bisexualität – nicht nur psychisch – als Grundlage der Geschlechtsidentitäten und jede Geschlechtsidentität als Kompromissbildung, die wieder aufgelöst werden kann. Statt immer neue Identitäten zu beschreiben, macht es psychoanalytisch Sinn, aus einer dritten Position, mit Abstand (Francois Jullien) das Gemeinsame der sexuellen Identitäten in den Blick zu nehmen und sich für das individuell Einzigartige einer Geschlechtsidentität zu interessieren, unabhängig davon, wo sie auf einem Kontinuum möglicher Identitäten angesiedelt ist und ob sie eindeutig ist. Das fordert uns hinsichtlich unserer (technischen) Neutralität heraus, die bei Fragen sexueller Identität leicht verloren gehen kann, stellen uns doch trans Patient:innen in ihrem – zumindest auf den ersten Blick – So-anders-Sein unmittelbar in unserer eigenen Geschlechtsidentität infrage. Zwei kleine Fallgeschichten beleuchten diese Problematik.

Abstract:
The author understands bisexuality – not only in the psychological sense – as the basis of all gender identities and every gender identity as the formation of a compromise, which can also be revoked again. Instead of always describing new gender identities it makes sense psychoanalytically to adopt a third position from which the commonality of sexual identities can be considered from a distance (Francois Jullien) and to take an interest in what is uniquely individual about each gender identity, regardless of where it is located on a continuum of possible identities or whether it is unambiguous. This is a challenge for us in terms of our (technical) neutrality, which can easily get lost with questions of sexual identity when trans patients directly call into question our own gender identity with their claims – at least as it appears at first glance – to being so-other. Two short case histories shed light on this problem.