Wolfgang George, Karsten Weber (Hg.)

Wie werden wir in Zukunft sterben?

Szenarien zu Sterben, Tod und Trauer im Jahr 2045

Cover Wie werden wir in Zukunft sterben?

EUR 44,90

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

Buchreihe: Forum Psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

331 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

ISBN-13: 978-3-8379-3232-4, Bestell-Nr.: 3232

DOI: https://doi.org/10.30820/9783837961058

Mit je einem Vorwort von Reimer Gronemeyer und Hermann Gröhe

Wie werden wir Sterben, Tod und Trauer im Jahr 2045 individuell, gesellschaftlich und institutionell behandeln, wie werden sich Bedürfnisse und Erwartungen entwickeln? Wird der Trend zur Individualisierung, Vereinzelung und zum Sterben in Pflegeeinrichtungen fortgeschrieben? Wie wird sich die Digitalisierung auswirken?

Expert*innen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern und wissenschaftlichen Disziplinen entwickeln Szenarien, wie Sterben, Tod und Trauer in Zukunft organisiert werden. Sie eröffnen »wünschenswerte« Perspektiven und zeigen, was zu tun wäre, damit diese Realität werden können.

Mit Beiträgen von Tatjana Ahle-Rosental, Thorsten Benkel, Eckhard Dommer, Annette Franke, Wolfgang George, Paul Herrlein, Johannes Herrmann, Ulrike Kempchen, Johanna Klug, David Kröll, Pavel Larionov, Eberhard Lux, Barbara Meyer-Zehnder, Elmar Nass, Jens Papke, Hans Pargger, Dirk Pörschmann, Lena Reseck, Karl-Christian Schelzke, Heike Seeliger, Thomas Sitte, Elke Steudter, Elisabeth Vanderheiden, Karsten Weber, Conrad Wesch, Christoph Wiese und Volker Ziegler

Inhaltsverzeichnis

[ einblenden ]

Vorwort von Reimer Gronemeyer

Vorwort von Hermann Gröhe

Vorwort der Herausgeber

1. Teil: Gesellschaftliche Ausgangslage

Gesellschaft 2045
Ein soziologischer Blick in unsere Zukunft
Eckhard Dommer

Sterben in der postheroischen Gesellschaft
Thorsten Benkel

Mensch und Technik, Mensch durch Technik
Karsten Weber

Kommunale Perspektiven auf die letzte Lebensphase
Vorstellung eines Leitfadens zur Verbesserung der Versorgungsqualität
Karl-Christian Schelzke & Thomas Sitte

Who wants to live forever?
Ein Museum, das die Endlichkeit feiert
Tatjana Ahle-Rosental & Dirk Pörschmann im Gespräch mit Johanna Klug

2. Teil: Patientenversorgung

Ambulante Versorgung Sterbender in einer digitalisierten Gesellschaft
Gedanken zur SAPV im Jahre 2045
Eberhard Lux & Jens Papke

Die Palliative Care der Zukunft denken
Elke Steudter

Digitalisierte Intensivbehandlung
Sterben und Trauer zwischen High-Tech und High-Touch
Conrad Wesch, Barbara Meyer-Zehnder & Hans Pargger

Notfallversorgung – Möglichkeiten und Chancen aus der Perspektive von 2045
Christoph Wiese

Hospizbewegung 2045
Risiken und Chancen der Institutionalisierung
der Hospizidee
Paul Herrlein

Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Advance Care Planning
Volker Ziegler & Heike Seeliger

Die Rolle des Arztes und die Zukunft der (Selbst-)Tötung
Thomas Sitte

Zur Zukunft einer Finanzierung
werteorientierter Versorgungsqualität
Lena Reseck

»Es wird schwierig die Versorgungssicherheit und -qualität aufrechtzuerhalten.«
Wie Pflegekräfte und Ärzte die nähere Zukunft der Versorgung Sterbender einschätzten
Wolfgang George & Johannes Herrmann

Der Einfluss des Anthropozäns auf das Sterben in Deutschland 2045
Wolfgang George

3. Teil: Digitalisierung

Künstliche Intelligenz und Sterben just in time
Wenn das Unwägbare voraussehbar und das Unvermeidliche beeinflussbar wird
Karsten Weber

(Christliche) Gerechtigkeitsperspektiven digitalisierter Kontexte von Tod, Sterben und Trauer
Elmar Nass & Annette Franke

Digitalisierte Sterbebegleitung – Chance oder Mangelkompensation?
Ulrike Kempchen & David Kröll

Szenarien einer digitalisierten Gesellschaft
Pavel Larionov

Sterben, Tod und Trauer in kritischen Computerspielen
Elisabeth Vanderheiden

Rezensionen

[ einblenden ]

Spektrum.de am 10. Januar 2024

Rezension von Maxime Pasker

»›Wie werden wir in Zukunft sterben?‹ eröffnet eine Debatte, die trotz der traditionellen Tabuisierung des Themas notwendig ist. Neben den bekannten Fragestellungen rund um Pflege, Palliativversorgung und Sterbehilfe liefert das Werk einige sehr originelle Ansätze, etwa zur Darstellung des Todes in Videospielen. Die Aufsätze genügen wissenschaftlichen Maßstäben, sind aber dennoch für Leser ohne Vorkenntnisse in den jeweiligen Disziplinen gut lesbar und verständlich. Wer also einen Ausblick auf eine mögliche Zukunft jener Tatsache, vor der wir alle irgendwann stehen, erhalten möchte, dem sei dieser Sammelband wärmstens empfohlen…«

Scharf Links. Die ›neue‹ linke online Zeitung, 21. Januar 2024

Rezension von Michael Lausberg

»Natürlich lässt sich nicht in die Zukunft blicken, aber es ist notwendig, dass jetzt schon mit Grundvoraussetzungen für ein menschenwürdige Begleitung bis zum Tod begonnen wird. Differenzierte Anstöße dazu gibt es in diesem Buch […]…«

Fuldaer Zeitung am 29. Januar 2024

»27 Autoren untersuchten die gesellschaftlichen Bedingungen des Sterbens. Ihr Fokus richtete sich darauf, wie sich der individuelle, aber auch institutionelle Versorgungsalltag für Sterbende ebenso wie für deren Angehörige sowie für die professionell mit dem Tod beschäftigten Personen darstellen wird…«

sinn-schaffen.de, November 2023

Rezension von Heiderose Gärtner-Schultz

»Sterben und Tod gehören zum Leben, und sie bestimmen unser Leben. Wie kann eine menschliche Gesellschaft dieses Thema ventilieren, damit es bei vielen Menschen ins Bewusstsein drängt? Ein Buch, das anregt, sich mit den wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen und hilft über das Jetzt hinauszudenken…«

Gießener Anzeiger, 16. November 2023

»In einer Studie hatte George Fachpersonal in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und bei ambulanten Diensten zur Zukunft der psychosozialen und pflegerischen Bedingungen des Sterbens befragt. Die Zahl der Rückmeldungen habe signalisiert, wie groß das Bedürfnis nach Aussprache sei. Gleichzeitig habe die Untersuchung gezeigt, wie sorgenvoll der Blick in die Zukunft sei. Die Verleugnung der eigenen Endlichkeit sei nie so ausgeprägt gewesen wie heute. Dem steht eine eher finstere Gegenwart gegenüber: kein Geld, Klimawandel, Krieg vor unserer Haustür und rasante Entwicklungen, die es immer schwieriger machten, die Zukunft vorauszusagen…«