Anja Ortmann

Sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten am Beispiel des Bosnienkrieges (PDF-E-Book)

Cover Sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten am Beispiel des Bosnienkrieges (PDF-E-Book)

EUR 5,99

Sofort-Download

Dies ist ein PDF-E-Book. Sie erhalten kein gedrucktes Buch, sondern einen Link, unter dem Sie den Titel als E-Book herunterladen können. Unsere E-Books sind mit einem personalisierten Wasserzeichen versehen, jedoch frei von weiteren technischen Schutzmaßnahmen (»DRM«). Erfahren Sie hier mehr zu den Datei-Formaten und kompatibler Soft- und Hardware.

7 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im Juni 2021

Bestell-Nr.: 26457

DOI: https://doi.org/10.30820/0171-3434-2021-2-15
Sexualisierte Gewalt wird häufig als Randerscheinung von Kriegen behandelt und durch triebtheoretische Erklärungsmodelle verharmlost. Zudem wird sie oft nicht deutlich genug von Genozid und ethnischen Säuberungen unterschieden. Eine Vergewaltigung stellt jedoch nicht nur einen massiven Angriff auf körperliche Unversehrtheit und Würde der Frau dar, sondern zerstört ihr soziales Umfeld in einem kaum realisierten Ausmaß. Sozialwissenschaften haben zur Aufklärung sexualisierter Gewalt beizutragen. Am Beispiel der Jugoslawienkriege während der 1990er Jahre sollen deren fatale Auswirkungen für Frauen sowie das soziale Gefüge familiärer und dörflicher Einheiten beschrieben werden. Scham und Tabuisierung erschweren die »Aufarbeitung« und halten einen komplexen Kreislauf aufrecht.

Abstract:
Sexualized violence is often treated as a marginal phenomenon of wars and played down by explanatory models based on drive theory. In addition, it is often not clearly distinguished from genocide and ethnic cleansing. Rape, however, is not only a massive attack on the physical integrity and dignity of women, but also destroys their entire social life to a barely realized extent. The social sciences have something to contribute to the elucidation of sexual violence. Using the example of the conflict in the former Yugoslavia during the 1990s, its fatal consequences for women and for the social structure of family and village units will be described. Shame and taboos make it difficult to »come to terms« and maintain a complex cycle.