Enrique Dussel

Die Bewusstmachung (»concientizacion«) in der Pädagogik von Paulo Freire (PDF-E-Book)

Behindertenpädagogik 2013, 52(3), 229-242

Cover Die Bewusstmachung (»concientizacion«) in der Pädagogik von Paulo Freire (PDF-E-Book)

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Verlag: Psychosozial-Verlag

14 Seiten, PDF-E-Book

Bestell-Nr.: 23270

Meistens sind die Entwicklungspsychologen oder Psycho-Pädagogen Kognitivisten, nicht deshalb weil sie allein die Intelligenz behandeln (da sie sich auch mit den Motivationen, der Affektivität den moralischen Urteilen etc. befassen), sondern weil sie auch, am Ende und immer, die intellektuelle performance (i. Orig.) des Kindes steigern, korrigieren oder deblockieren wollen (sei sie theoretisch oder moralisch). Freud für seinen Teil befasste sich damit, pädagogisch zu modifizieren (Was ist die Psychoanalyse, wenn nicht eine dialogische Pädagogik?). Alle benutzen die Vermittlung des pädagogischen oder psychoanalytischen Experiments (das ebenso eine Vermittlung zwischen dem »Bewusstsein« und dem »Vor-« oder »Unbewussten« ist), ein individueller Mediator angesichts der zu Erziehenden (mit irgendeiner psychischen Pathologie des Antriebs), die im Allgemeinen gleichermaßen als Individuen in Betracht gezogen werden. Alles innerhalb einer sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Ordnung, die einfach als »gegeben« behandelt wird und deren Transformation nicht als Aufgabe des Pädagogen oder des Psychoanalytikers gesehen werden muss. Die Position von Paulo Freire ist radikal verschieden, da er aufgedeckt hat, dass die Erziehung unmöglich ist, ohne dass der zu Erziehende sich selbst erzieht in einem eigenen Prozess seiner Befreiung4, und deshalb ändern sich seine pädagogischen Vorschläge – wie wir sie hier nennen könnten, wenn man sie universaler und radikaler behandelt.