Anne-Marie Schlösser, Alf Gerlach (Hg.)

Grenzen überschreiten - Unterschiede integrieren

Psychoanalytische Psychotherapie im Wandel

Cover Grenzen überschreiten - Unterschiede integrieren

EUR 34,90

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Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Verlag: Psychosozial-Verlag

279 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im Juli 2012

ISBN-13: 978-3-8379-2157-1, Bestell-Nr.: 2157

Die Beiträge dieses Bandes basieren auf der Fünften Konferenz der Erwachsenen-Sektion der Europäischen Föderation für Psychoanalytische Psychotherapie im Gesundheitswesen (EFPP). Das Thema der Tagung »Crossing Borders – Integrating Differences« forderte die Referenten heraus, ausgehend von ihrer täglichen Arbeit als psychoanalytische Psychotherapeuten über Grenzüberwindungen und die Integration von Unterschieden nachzudenken. Diskussionsgegenstand war unter anderem die Arbeit mit Patienten mit schweren Störungen und die Frage, ob es sich dabei um Krankheiten im engeren Sinne oder nicht doch um Varianten der menschlichen Existenz handele. Auch Modifikationen und Erweiterungen des psychoanalytischen Standardverfahrens und Settings wurden kritisch reflektiert. Vor dem Hintergrund der jüngeren europäischen Geschichte ging es ebenfalls um Übergangssituationen nach politischen und sozialen Umbrüchen, um Migration und ihre Folgen, um Folter und andere Formen der Gewalt.

Mit Beiträgen von Elitsur Bernstein, Christopher Bollas, Peter Bründl, Michael B. Buchholz, Georgia Chalkia, Alf Gerlach, Wouter Gomperts, Bernard Golse, Stephan Hau, Grigoris Maniadakis, Luisa Perrone, Jan Philipp Reemtsma, Maurizio Russo, Hermann Staats, Martin Teising, Sieglinde Eva Tömmel und einem Vorwort von Serge Frisch

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt


Vorwort
Serge Frisch

Einleitung
Anne-Marie Schlösser und Alf Gerlach

I Psychoanalytische Konzeptualisierung hinterfragt

1 Übertragungsdeutung als Widerstand gegen die freie Assoziation
Christopher Bollas

2 Bindung und Psychoanalyse. Ist der Begriff Bindungstrieb tatsächlich ketzerisch?
Bernard Golse

3 Ambulante analytische Einzel- und Gruppentherapie bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen. Hilfreiche Kombination oder Einladung zum Agieren?
Hermann Staats

4 Muss man Religiosität respektieren?
Jan Philipp Reemtsma

II Psychotherapie in Kultur und Gesellschaft – Migration und Interkulturalität

5 Im Schatten des Großvaters. Trauma, Migration und Kreativität
Peter Bründl

6 Kulturorientierte Psychoanalyse. Welche Rolle spielt die Berücksichtigung der kulturellen Herkunft bei der Behandlung von Migranten?
Sieglinde Eva Tömmel

7 Ähnlich und doch verschieden. Psychoanalytische Psychotherapie für Migranten der ersten und späteren Generation in den Niederlanden
Wouter Gomperts

8 Psychotherapieunterricht als Brückenschlag in einem multikulturellen Umfeld
Elitsur Bernstein

III Erweiterung der Begrenzung der psychoanalytischen Behandlung

9 Nachdenken über Borderline-Pathologien. Der perverse Kern und seine Rolle am Schnittpunkt zwischen Selbstrepräsentation und Konfusion
Luisa Perrone und Maurizio Russo

10 Aufgegebene Hoffnung. Folgerungen aus Übertragung und Gegenübertragung einer narzisstischen Fantasie
Georgia Chalkia

11 Die Erfahrung von Verlust und Trauer in der Gegenübertragung
Grigoris Maniadakis

12 Die Funktion von Grenzen: Permeabilität und Abgrenzung. Die Kontaktschranke im psychoanalytischen Prozess
Martin Teising

IV Ist psychoanalytische Forschung möglich?

13 Profession und empirische Forschung – Souveränität und Integration
Michael B. Buchholz

14 Evidence based psychoanalysis? Zur Forschungs- und Wissenschaftspolitik der Psychoanalyse
Alf Gerlach

15 Psychosoziale Probleme bei Patienten mit chronischer Depression
Stephan Hau

Die Autorinnen und Autoren 275

Rezensionen

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www.socialnet.de

Rezension von Prof. D. Margret Dörr Dörr

»Der vorliegende Band ›Grenzen überschreiten – Unterschiede integrieren‹ verspricht einen elaborierten Diskursausschnitt über einen gesellschaftlich und fachlich notwendigen, gewünschten und/oder erzwungenen Wandel in der Theorie und Praxis psychoanalytischer Psychotherapie und den Herausgeber/innen ist es meines Erachtens gelungen dieses Versprechen einzulösen…« [mehr]