Ilka Quindeau

Sexualität

Cover Sexualität

Reinlesen mit libreka!

EUR 16,90

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

Buchreihe: Analyse der Psyche und Psychotherapie

Verlag: Psychosozial-Verlag

143 Seiten, Broschur, 125 x 205 mm

ISBN-13: 978-3-8379-2155-7, Bestell-Nr.: 2155

Seit Beginn gilt das Sexuelle als Schlüsselbegriff der Psychoanalyse und ist nach wie vor von zentraler Bedeutung für jede therapeutische Beziehung. Ausgehend von Freuds Drei Abhandlungen stellt Quindeau die Grundlagen der psychoanalytischen Sexualtheorie dar und diskutiert folgende Fragen: Wie kommt die Lust in den Körper und was versteht man heute unter männlicher und weiblicher Sexualität? Ist die Unterscheidung von Hetero- und Homosexualität überhaupt sinnvoll? Wie kann in Therapien über Sexualität gesprochen werden und wie kann man sexuelle Störungen verstehen und behandeln? Das Buch vermittelt Grundlagenwissen und lädt dazu ein, die eigenen Ansichten zu hinterfragen und sie in Auseinandersetzung mit dem psychoanalytischen Theoriebestand zu konturieren.


Inhaltsverzeichnis

[ einblenden ]

Inhalt

Einleitung

Freuds Drei Abhandlungen und die Triebtheorie
Erste Abhandlung: Die sexuellen Abirrungen
Zweite Abhandlung: Die infantile Sexualität
Dritte Abhandlung: Die Umgestaltungen der Pubertät
Die freudsche Triebtheorie

Die Entstehung des Sexuellen
Die Universalität der Verführung – Desideratus ergo sum
Die Bildung des sexuellen Körpers als Einschreibung

Umschriften: Entwicklungen und Variationen des Sexuellen
Die infantile Sexualität als das genuin Sexuelle
Heterologe und homologe Konzepte
Variationen infantiler Sexualität
Oralerotik
Analerotik
Urethralerotik
Haut- und Blickerotik
Genitalerotik
Ödipales Begehren
Genitale Sexualität: Integration der inneren und äußeren Genitalien
Adoleszenz als Knotenpunkt von Umschriften
Die Integration der äußeren und inneren Genitalien
Integration und Externalisierung
Abwehrorganisation innergenitaler Empfindungen
Sexuelle Phantasien

Sexuelle Orientierungen und Identitäten
»Weibliche« und »männliche« Sexualität
Sexuelle Orientierung
Hetero- und Homosexualitäten
Homosexualitäten
Unterscheidung von Hetero- und Homosexualität

Sexualität und Psychotherapie
Schwierigkeiten, über Sexuelles zu sprechen
Übertragungs- und Gegenübertragungsliebe
Sexuelle Störungen

Sexualität als Seismograph – Schlussbemerkung

Literatur

Rezensionen

[ einblenden ]

Sexuologie. Zeitschrift für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft Band 21 Nr. 1–2/2014

Rezension von Stefan Timmermanns

»Das Verständnis der Autorin von Geschlecht und Sexualität als Kontinuum macht das Buch sehr wertvoll und interessant für alle, die eine neutralere, wertfreie Sicht auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt haben. Quindeau schafft so ein theoretisches Gebäude, das (nicht nur) Psychoanalytikerinnen und -analytiker eine weniger normierende und defizitäre Sicht auf Homo- und Bisexualität ermöglicht…« [mehr]

Dr. med. Mabuse Nr. 210 Juli /August 2014

Rezension von Silja Matthiesen

»Das Buch bietet eine einmalige Gelegenheit, eine durchgelüftete und entrümpelte Version psychoanalytischer Sexualitätstheorie kennen und schätzen zu lernen…« [mehr]

Psychotherapie Aktuell, 9. Jahrgang, Heft 3, 2017

Rezension von Dr. Katinka Schweizer

»Das Buch ›Sexualität‹ von llka Quindeau ist in der seit 2011 veröffentlichten Reihe ›Analyse der Psyche und Psychotherapie‹ erschienen. Die Psychologin, Soziologin und Psychoanalytikerin llka Quindeau setzt hier ihre Auseinandersetzung mit dem Werk von Jean Laplanche, insbesondere mit seiner Allgemeinen Verführungstheorie, ebenso fort wie ihr Plädoyer für eine diverse und multipel gedachte, lebensfreundliche Sexualität…« [mehr]

Analytische Psychologie. Zeitschrift für Psychotherapie und Psychoanalyse Heft 182, 4/2015

Rezension von Elisabeth Grözinger

»Wo Ilka Quindeaus Abhandlung zur Sexualität in tiefenpsychologischen Ausbildungen und Praxen rezipiert wird, wird die Arbeit sicher noch herausfordernder; führt aber – so meine Hoffnung – zu mehr Bewusstheit und lebensfreundlichem Handeln…« [mehr]

Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (AKJP) 166, 1/2015

»In diesem dünnen Band findet sich hochkompakt und schnörkellos ein wichtiges Stück Theoriegeschichte; aufbereitet mit den modernen Erkenntnissen der Soziologie und mit einer ausgezeichneten Illustrierung durch Fälle aus eigener Praxis…« [mehr]

Psyche, 69. Jahrgang, Heft 1, Januar 2015

Rezension von Frank Dammasch

»Eine Stärke dieses facettenreichen feinen, Büchleins liegt gerade darin, an einigen Stellen die neurologischen Erregungs- und Widerspruchsmuster derart zu aktivieren, dass Mann und Frau angeregt werden, sich mit der eigenen privaten wie professionellen Konzeption von Sexualität intensiver auseinanderzusetzen…« [mehr]

Wege zum Menschen, 66. Jg. Nr. 5/2014

Rezension von Markus Chmielorz und Christoph Fleischer

»Quindeau entwickelt ein neues, kritisches Verständnis des Subjektes. Sie begreift Verführung und Begehren als eine soziale Situation von Abhängigkeit, in der sich die Differenz von Kind und Erwachsenem als ein für das Menschsein grundlegendes Ungleichgewicht darstellt…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Andreas G. Franke

»Ilka Quindeau liefert eine gut lesbare Zusammenschau von psychoanalytischen (Er-)Kenntnissen, die weder neo-liberal noch konservativ anmuten…« [mehr]

ekz.bibliotheksservice

Rezension von Uwe-Friedrich Obsen

»Auf sehr hohem theoretischem Niveau stellt die Frankfurter Klinische Psychologin nicht etwa, wie man vielleicht vom Titel her erwarten könnte, die Phänomene und Lebensweisen sexueller Erfahrung vor, wie sie in letzter Zeit etwa Gunter Schmidt (BA 9/04) oder U. Clement (BA 11/06) beschrieben haben, sondern die Autorin konzentriert sich, wie in ihren früheren Arbeiten (hier alle nicht angezeigt), auf Sigmund Freud und seine Psychoanalyse…« [mehr]

www.der-schwache-glaube.de

Rezension von Markus Chmielorz und Christoph Fleischer

»So wird die Psychoanalyse zu einem Möglichkeitsraum psychischer Prozesse, in dem Erinnerungsspuren entdeckt und zugänglich gemacht werden können. Das Ziel ist, das, was dem Kind ehemals von Anderen Erwachsenen eingeschrieben wurde, nun als Erwachsener selbst umzuschreiben. Und das, was auf den ersten Blick als sexuelles Symptom erscheint, zeigt ein grundlegendes Beziehungsmuster und ist Ausdrucksform einer produktiven psychischen Bearbeitung…« [mehr]