Marco Roock

Sexuelle Gewalt als Reparationsund Kompensationsstrategie (PDF-E-Book)

Zum psychodynamischen Zusammenhang von Männlichkeitsentwicklung und sexuellen Grenzverletzungen durch männliche Jugendliche

Cover Sexuelle Gewalt als Reparationsund Kompensationsstrategie (PDF-E-Book)

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19 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im Juli 2020

Bestell-Nr.: 21224

DOI: https://doi.org/10.30820/1434-7849-2019-2-47
Dass sexuelle Gewalt nicht alleine von Erwachsenen ausgeht, sondern dass sexuelle Übergriffe auch durch Jugendliche stattfinden, ist nicht erst seit dem schrecklichen Vorfall in Mühlheim bekannt, bei dem Jugendliche eine 18 Jahre alte Frau vergewaltigt haben sollen. Unterschiedliche Studien haben gezeigt, dass Jugendliche einen beträchtlichen Anteil der Anzeigen aufgrund von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ausmachen. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass sexuelle Übergriffe häufig nicht zur Anzeige gebracht werden, sodass die Zahl der begangenen Sexualstraftaten sehr viel höher ausfallen. In diesem Aufsatz soll der Zusammenhang von Adoleszenz, männlicher Geschlechtsentwicklung und sexuelle Gewalt näher beleuchtet werden. Dabei wird es insbesondere darum gehen, welche Bedeutung die soziale Konstruktion von Männlichkeit für die Ausbildung sexueller Gewaltbereitschaft hat. Die zentrale These ist, dass die Konfrontation mit den Anforderungen, Widersprüchen und Konflikten, die mit der sozialen Konstruktion von Männlichkeit zusammenhängen und die kaum lösbar und einlösbar sind, bei der Entstehung sexuell grenzverletzenden Verhaltens eine wichtige Rolle spielen. Sexuelle Gewalt kann aus dieser Perspektive als eine Reparationsund Kompensationsstrategie verstanden werden, mit deren Hilfe der Versuch unternommen wird, die eigene Männlichkeit sowohl herzustellen als auch zu stabilisieren.

Abstract:
Summary: The fact that sexual violence does not originate from adults alone, but that sexual assaults are also carried out by adolescents, has been known not only since the terrible incident in Mühlheim, where adolescents are said to have raped an 18-year-old woman. Various studies have shown that adolescents make up a considerable proportion of the charges for crimes against sexual self-determination. Furthermore, it can be assumed that sexual assaults are often not reported, so that the number of sexual offences committed is much higher. In this essay, the connection between adolescence, male sexual development, and sexual violence will be examined in more detail. In particular, it will focus on the significance of the social construction of masculinity for the development of sexual violence. The central thesis is that the confrontation with the demands, contradictions, and conflicts associated with the social construction of masculinity play an important role in the emergence of sexual violence. From this perspective, sexual violence can be understood as a reparation and compensation strategy to establish and stabilize one’s own masculinity.