Die unvollendete kopernikanische Revolution in der Psychoanalyse
Zu behaupten, dass der Mensch ursprünglich um den anderen »kreist« und dass er sich von Kindheit an von einer radikalen Andersheit ausbildet, ist eine Revolution, die es fortzusetzen gilt – von Freud aus und über ihn hinaus. Die in diesem Band enthaltenen Texte von Jean Laplanche aus den Jahren 1967 bis 1992 zeigen, dass der Gegensatz zwischen einer »kopernikanischen« Tendenz, die den Menschen sich selbst gegenüber dezentriert, und einer »ptolemäischen« Tendenz, die ihn unaufhörlich auf sein Ich rezentriert, in der Psychoanalyse und auch im Denken Freuds gegenwärtig bleibt. [ mehr ]
Praxis der Verhaltenstherapie
Serge K.D. Sulz legt mit diesem Buch einen umfassenden und systematischen Leitfaden vor, der ab der ersten Therapiestunde dabei hilft, eine für die Patient*innen passende Vorgehensweise zu wählen. Für die ersten Jahre des psychotherapeutischen Berufs bietet dieses Buch alle notwendigen Handlungsanweisungen und ist somit der ideale Begleiter, um sich in die kognitiv-behaviorale Therapie einzuarbeiten. [ mehr ]
Zeugnisse einer Freundschaft
Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der Auseinandersetzung. [ mehr ]
Autorität in der Pädagogik neu denken
Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]
Wilhelm Reich
Wilhelm Reich (1897–1957) war einer der originellsten Denker des 20. Jahrhunderts. David Boadella beschreibt Reichs abenteuerliches und tragisches Leben und erschließt sein bedeutendes Werk.
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Mit Gruppen arbeiten
Schenkt man den vielschichtigen Dimensionen von Gruppenprozessen genügend Aufmerksamkeit, kann das Gruppengeschehen verstehbarer werden und Gruppenleitungen wie Teilnehmende werden handlungsfähiger. Die Autor*innen beleuchten theoretische und handlungsbezogene Aspekte sozialer Gruppenarbeit in verschiedenen Feldern von Pädagogik und Sozialer Arbeit. Sie befassen sich mit der dynamischen Qualität und dem Eigenleben von Gruppen sowie mit der Frage, wie diese für die Arbeit mit ihnen fruchtbar gemacht werden können. [ mehr ]
Dynamiken rechter Radikalisierung
Die Beiträger*innen dieses inter- und transdisziplinären Sammelbands widmen sich der Frage, wie sich rechtsextreme Ideologien und Gewaltformen ideengeschichtlich, diskursiv und sozial manifestieren, verflechten, wandeln und konsolidieren. Dabei bieten sie praxisrelevante Erkenntnisse für Forschung, Bildung und Beratung. [ mehr ]
Schweigen bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche, die infolge eines seelischen Rückzugs aufhören zu sprechen, treten nur schwer mit anderen in Interaktion. Die Autor*innen legen in ihrer therapeutischen Tätigkeit daher ein besonderes Augenmerk auf die empathische Beobachtung. Sie geben Einblicke in therapeutische Herausforderungen bei der Arbeit mit Babys und Kleinkindern sowie mit älteren Kindern und Jugendlichen und vermitteln dabei familientherapeutische Ansätze sowie den Einsatz von Kreativtechniken. [ mehr ]
Affekte und Emotionen in sozialen Konflikten
Soziale Konflikte sind unvermeidbar und gehören zu unserem alltäglichen Zusammenleben. Sie sind integraler Bestandteil der Entwicklung unserer persönlichen Identität wie auch demokratischer Aushandlungsprozesse. Sie können konstruktiv oder destruktiv sein, offen ausgetragen oder unterdrückt werden. Konflikte zu verstehen, zu erklären und bestenfalls zu lösen, beschäftigt die Autor*innen aus Wissenschaft wie Praxis: vom lokalen Nachbarschaftsstreit über Auseinandersetzungen um Moscheebauten in Deutschland bis zu Umsiedlungsprojekten in Marokko. Im Fokus steht stets die Bedeutung starker Affekte und Emotionen in Konfliktdynamiken. [ mehr ]
Gruppenpsychotherapie
S.H. Foulkes und E.J. Anthony erläutern die Theorie der psychoanalytischen Gruppentherapie und illustrieren sie anschaulich anhand eines reichhaltigen Fallmaterials. Nun liegt dieser Meilenstein der gruppenanalytischen Literatur, eine der fundiertesten und konsistentesten Darstellungen der gruppenanalytischen Psychotherapie, erstmals in deutscher Übersetzung vor. [ mehr ]
Der Augenblick - das unfassbare Ganze
Werner Pohlmann entfaltet eine Theorie des Psychischen, in der der Augenblick als Erfahrungsraum eine zentrale Rolle spielt. Im Moment des Erlebens zeigt sich das Ganze – und damit auch die ästhetische Struktur psychischer Prozesse. Pohlmanns Überlegungen richten sich an Psychoanalytiker*innen, die ästhetische, philosophische und klinische Dimensionen neu denken wollen. [ mehr ]
Theoretische Grundlagen der Verhaltenstherapie
Für psychotherapeutisches Handeln ist ein tiefes Verständnis des hilfesuchenden Menschen unverzichtbar. Serge K.D. Sulz schafft dafür die notwendige Wissensbasis. Die Inhalte sind auf die heutige moderne Verhaltenstherapie zugeschnitten, beziehen aber immer wieder psychodynamisches, humanistisches und systemisches Denken ein. So wird die Grundlage für eine integrative und integrierende Herangehensweise geschaffen. [ mehr ]
Sinnliches Erleben in der kindlichen Entwicklung
Die Beiträger*innen erschließen die Bedeutsamkeit des frühen sinnlich-körperlichen Erlebens für die psychische Entwicklung aus einer interdisziplinären Perspektive, die die Trennung von Psyche und Soma wieder zusammenführt. Dies geschieht auf phänomenologischer Ebene mit den Zugängen D.W. Winnicotts verknüpft und erarbeitet ein neues diagnostischen Verständnis. [ mehr ]
Zwischen Aufbruch und Abwehr
Seelische Veränderung ist ambivalent: Einerseits besteht oft der Wunsch nach Veränderung, andererseits wird dieser Prozess stets von Ängsten begleitet. Die Autor*innen beschäftigen sich mit verschiedenen Formen der Abwehr gegen Veränderungen wie Rückzug, Spaltung oder Identitätswiderstand. Sie werfen einen Blick auf das aktuelle psychodynamische Behandlungsverständnis und setzen es in Beziehung zum Veränderungspotenzial und den damit verbundenen Hindernissen. [ mehr ]
Die erstaunliche Geschichte der Psychiatrischen Familienpflege
Die »Psychiatrische Familienpflege« blickt auf eine beeindruckende, im deutschen Fall besonders wechselvolle Geschichte zurück. Thomas Müller widmet sich im französisch-deutschen Vergleich den intensiven Debatten zur Art und Weise der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. [ mehr ]
Der Geist der Heilung
Vertreter*innen der Alternativmedizin geben sich nicht nur große Mühe, ihre Heiltechniken im Rahmen von empirischen Studien zu validieren, sie betreiben auch einen großen Aufwand, um ihre Heilvorstellungen philosophisch zu legitimieren. Ausführlich und gut verständlich klärt Mathis Lessau über die fehlgeleiteten philosophischen Rechtfertigungsversuche in der Alternativmedizin auf. Er macht deutlich, dass alternativmedizinische Behandlungen nicht nur empirisch, sondern auch theoretisch wenig erfolgversprechend sind. [ mehr ]
Wie soziokulturelle Ungleichheiten Psychotherapien prägen
Welchen unbewussten Prozessen begegnen Psychoanalytiker*innen im alltäglichen und klinischen Kontext? Lynne Layton untersucht dies auf Basis gesellschaftlicher Machtverhältnisse und den daraus folgenden Enactments. Sie setzt sich, beeinflusst von soziologischen, gesellschaftskritischen und psychoanalytischen Ansätzen, mit diesen unbewussten Prozessen auseinander und ruft zu einer progressiven Zukunft der Therapie auf. [ mehr ]
Wege zum Körper
Die Körperpsychotherapie lebt von ihrer Eigenständigkeit, reichhaltigen Geschichte und interdisziplinären Anschlussfähigkeit. Ulfried Geuter widmet sich in seinen vielschichtigen Aufsätzen wissenschaftlich fundiert und zugleich praxisnah den Entwicklungslinien, Theorien und der klinischen Bedeutung eines wichtigen psychotherapeutischen Ansatzes. [ mehr ]
Bindung stärken von Anfang an
Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]
Aufgeben
Aufgeben ist nicht gleichbedeutend mit Scheitern – es kann ein neuer Anfang sein. In seinem brillanten Essay zeigt Adam Phillips, dass Verzicht nicht bloß Disziplin bedeutet – sondern Freiheit. Ein Buch für alle, die der Komplexität des Lebens nicht ausweichen wollen. [ mehr ]
Kulturen verstehen, kompetent handeln
Jürgen Straub und Viktoria Niebel erörtern Grundfragen interkultureller Kommunikation, Kooperation und Koexistenz, klären wesentliche theoretische Begriffe und Modelle und geben zahlreiche Praxisbeispiele. Anhand vieler Reflexionsaufgaben können Studierende das Gelernte auf sich selbst beziehen und auf eigene Handlungsfelder übertragen. Diese elementare, gut verständliche Einführung zielt darauf ab, Aversionen und Abneigungen abzubauen und den emotionalen Abstand zwischen Menschen in kulturell differenzierten Gesellschaften und interkulturellen Überschneidungssituationen zu verringern. [ mehr ]
Psychoanalytische Traumatologie - Das Trauma in der Familie
Traumatisierungen bilden oft den Kern schwerer Persönlichkeitsstörungen, denn sie hinterlassen Spuren in Form von Opfer- oder Täteridentitäten und eines traumatischen Introjekts. Matthias Hirsch zeigt, dass die psychoanalytische Therapie schwer traumatisierter Patient*innen ein sensibles Balancieren zwischen Halten und Grenzen-Setzen, Verstehen und Konfrontieren bis hin zum spielerischen Mitagieren erfordert. [ mehr ]
Die Schweizer »Enfants terribles« der Freud’schen Internationalen
In neun Kapiteln wird die turbulente und krisengeschüttelte Geschichte der Schweizer Freudianer nachgezeichnet. Basierend auf einer breiten, gründlichen Quellenforschung beleuchtet Thomas Kurz diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Dabei zeigt sich eine Aversion gegen zentralistische Bestrebungen – Freud sprach von einer speziellen »Psychologie der Schweizer« –, aber auch ein Versuch, die offenen, unverschulten Anfänge der psychoanalytischen Bewegung zu bewahren. [ mehr ]
Perspektiven der psychoanalytischen Sozial- und Kulturtheorie
Eingeleitet mit den Worten Isolde Böhmes werden neun Abschlussarbeiten der Weiterbildung Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie der DPV präsentiert. Das Ergebnis dieser einzigartigen Weiterbildung sind anregende Auseinandersetzungen mit vielfältigen Themen und die Möglichkeit zur Teilhabe am psychoanalytischen Reflektieren. [ mehr ]
Schule und Individualisierung
Die Institution Schule steht heute unter großem Druck, sich an den ökonomischen Leitbildern von Effektivitätssteigerung und Optimierung zu orientieren. Die Autor*innen beleuchten die dadurch entstehenden Probleme und Konflikte im Hinblick auf die Individualität der Menschen, die in der Institution Schule zusammenkommen, und widmen sich dabei unter anderem folgenden Fragen: Inwiefern wird der Imperativ der Selbstoptimierung wirksam und welche Folgen hat dies? Welche Veränderungen in Rollengefüge und Habitus entstehen durch den Einbezug von Internet und KI? [ mehr ]
Wahrheit
Psychoanalytische Wahrheit ist vielfältig: Bereits Freud räumte ein, dass eine Rekonstruktion der Vergangenheit oftmals nur eine Konstruktion darstellen kann, dessen Wahrheitswert anzuzweifeln ist. Seitdem hat die Auseinandersetzung um eine Vielfalt der Zugänge zur Wahrheit nicht aufgehört und zu Vorschlägen einer erkenntnistheoretischen Pluralität geführt, die der Band kritisch diskutiert. [ mehr ]
Einführung in die psychoanalytische Feldtheorie
Giuseppe Civitarese legt eine umfassende Einführung in die bedeutendsten Konzepte der psychoanalytischen Feldtheorie vor. Anhand zahlreicher klinischer Beispiele untersucht er das zentrale Thema der therapeutischen Wirksamkeit, blickt auf aktuelle Kontroversen und macht deutlich, dass der psychotherapeutische Prozess radikal intersubjektiv ist.
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Christusmord
Wilhelm Reichs 1951 entstandener Text Christusmord ist eine Abrechnung mit den strukturellen Ursachen menschlicher Entfremdung. Anhand der symbolischen Bedeutung der Kreuzigung Christi entwirft Wilhelm Reich eine radikale Kritik an autoritären Strukturen: Kirche, Staat und Familie töten das Lebendige im Kind – immer wieder. Reichs Einsichten sind auch heute noch aktuell. [ mehr ]
Reich über Freud
In dem hier erstmals auf Deutsch vorliegenden Interview – ediert nach den originalen Tonbändern und Abschriften – erzählt Wilhelm Reich (1897–1957), Schüler und später streitbarer Kollege Sigmund Freuds, von seinen persönlichen und fachlichen Erfahrungen mit dem Begründer der Psychoanalyse. Reich schildert die Debatten der 1920er Jahre in Wien über die Rolle der Sexualität als ätiologischer Faktor der Neurose, über Fragen jenseits des Lustprinzips und seine ersten Schritte hin zu einer körperorientierten Psychotherapie. [ mehr ]
Psychoanalytische Feldtheorien und ihre Praxis
Die Feldtheorie zählt zu den innovativsten psychoanalytischen Theorien. Sie betrachtet die Behandlung nicht als isolierte Zweierbeziehung, sondern offenes Feld, in dem sich bewusste und unbewusste Kräfte verschränken. Damit bietet sie einen fruchtbaren Zugang, um therapeutische Prozesse neu zu verstehen und praktisch zu gestalten. Erstmals präsentieren deutschsprachige Autor*innen, wie Feldtheorien praktisch genutzt werden können. Anhand anschaulicher Fallbeispiele wird deutlich, wie sich dieses Denken in Einzel-, Paar- und Familientherapien ebenso anwenden lässt wie in Gruppen und institutionellen Kontexten. [ mehr ]
Biopsychologie
Das kurz gefasste Lehrbuch bietet eine kompakte Einführung in die Biopsychologie mit einem klaren Fokus auf der Relevanz biologischer Prozesse für die klinische Psychologie. Es richtet sich an Studierende der Psychologie und Psychotherapie, die sich auf das Examen vorbereiten, sowie an klinisch tätige Psycholog*innen. Kurz und präzise liefert es wertvolle Informationen für Studium und Praxis. [ mehr ]
Die Entdeckung der Mutterliebe
Deborah Blum schildert das Leben des exzentrischen und umstrittenen Wissenschaftlers Harry Harlow, der mit seinen legendären, jedoch grausamen Affenexperimenten die Kraft der Mutterliebe bewies und so den Grundstein für die Bindungsforschung legte. [ mehr ]
Vom Lutschen, Ludeln und Wonnesaugen (PDF)
Mystik durch Übertragung (PDF)
Die Werke Wilfred Bions gelten als schwierig, dunkel und abstrakt; deren Lektüre als anstrengende, entbehrungsreiche Zumutung. Eine Ursache dieses Bildes macht der vorliegende Beitrag in Erika Krejcis Übersetzungen von Bions Hauptwerken Learning from Experience, Elements of Psycho-Analysis und Transformations aus: 1990 bis 1997 bei Suhrkamp erschienen, haben diese Übersetzungen zusammen mit Texten aus ihrem Umkreis die deutschsprachige Bion-Rezeption ... [ mehr ]
»Dem Unbewussten vertrauen?« (PDF)
Freud erfand die Psychoanalyse während seiner Selbstanalyse und durch diese (Anzieu, 1990, S. 4) und entdeckte dabei eine spezifische Wahrnehmungseinstellung, für die er 1912 den Begriff der »gleichschwebenden Aufmerksamkeit« prägte. Er unterließ es danach aber, die dazugehörige Vorstellung eines unbewussten Erkenntnisprozesses zur zentralen Leitidee seiner Methode zu erheben. Seine bahnbrechenden Entdeckungen des Widerstandes und ... [ mehr ]
Hass und Zeit (PDF)
Nach Auffassung des Autors ist das Durcharbeiten von Zeitlichkeit zentral für die Entwicklung der Persönlichkeit, des Denkens und der Fähigkeit, differenzieren zu können. In der zeitgenössischen Psychoanalyse gilt Begrenztheit als Schlüsselkonzept, weil sie der verbreiteten Tendenz zum Undifferenzierten und Nicht-Denken entgegenwirkt. Im Hass auf die Zeit zeigt sich auf besonders eindrückliche Weise der Hass auf die Begrenztheit. Diese Annahme ... [ mehr ]
Der Körper und die Konstruktion der Zeit (PDF)
Freud hat für die Beschäftigung mit dem Thema »Zeit« in seiner Notiz über den Wunderblock einen wichtigen Anstoß gegeben. Gegen den Augenschein, dass der menschliche Körper das Ergebnis einer naturgegebenen biologischen Entwicklung ist, der sich dann mithilfe seiner mentalen Ausstattung der Realität anpasst, sprechen die Psychosomatik und Störungen im Verhältnis zu dieser »Realität«, die wir in unserer ... [ mehr ]
Das Vorbewusste: Ein Raum für Zeit und Humor (PDF)
Das Vorbewusste, wie es in der ersten Topik beschrieben wurde, befindet sich zwischen dem Ich und dem Unbewussten. Dort entwickeln sich Austauschprozesse und Verbindungen, die von der Triebenergie gespeist und durch die Verdrängung organisiert werden. Unter anderem ist das Vorbewusste der Ort, an dem eine Vorstellung von Zeit entsteht, zwischen einem Unbewussten, das keine Zeit kennt, und einem Bewusstsein, das keine bleibenden Spuren davon bewahrt. In ihm verbinden sich ... [ mehr ]
Aporie der Nachträglichkeit und regressive Temporalität (PDF)
Untersucht wird die Aporie der Nachträglichkeit als Spannung zwischen progressiven und regressiven Zeitstrukturen. Ziel der Untersuchung ist die Hypothese, dass der regressive Zeitvektor der Nachträglichkeit ein heuristisches und hermeneutisches Modell zur Erschließung des nicht-verdrängten Unbewussten bieten kann und damit jenseits linearer Temporalität über das klassische Behandlungsmodell der Verdrängung hinausweist. Freuds ... [ mehr ]
Das Dazwischen (PDF)
Der Autor stützt sich auf die Schriften von Sigmund Freud und schlägt vor, dass die Kategorien Zeit und Raum einen besonderen, für die Psychoanalyse spezifischen Ansatz erfordern. Er diskutiert die Zeitlosigkeit des Unbewussten in Bezug auf die von Freud angegebene Tatsache, dass die psychische Arbeit – die notwendigerweise mit der Zeit verbunden ist – nicht in den psychischen Systemen, sondern zwischen ihnen stattfindet. Auf dieser Grundlage ... [ mehr ]
Einige Anmerkungen zur Zeitlosigkeit und Halluzinationsfähigkeit des Unbewussten (PDF)
Die chronologische Zeit, die uns das Bewusstsein liefert, wird unter dem Einfluss des Unbewussten auf vielfache Weise entstellt. Freud hat diese Formen von Entstellung unter der Vokabel »Zeitlosigkeit« des Unbewussten zusammengefasst. Genau wie die Zeitvorstellung gerät auch die Raumvorstellung des Bewusstseins durch die Einwirkung des Unbewussten unter Druck. Die Ichinstanz vermag dann nicht mehr klar zu unterscheiden, was innen und was außen ist. Freud ... [ mehr ]
»Psyche ist ausgedehnt«, Vorbedingung für eine Wissenschaft der Seele (PDF)
Seit Descartes bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Seele als eine unausgedehnte Substanz betrachtet, die weder Ort noch Raum einnimmt. Diese Vorstellung verhinderte über zwei Jahrhunderte lang die Möglichkeit einer Wissenschaft des Seelischen. Dies änderte sich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, als der Philosoph Franz Brentano psychische Phänomene anhand ihrer Intentionalität definierte und feststellte, dass sie dank ihrer ... [ mehr ]