28. Januar 2018 (München)

2018-01-28

Psychoanalyse und Film »Lieblingsfilme«: Sleuth (Ein Mord für 2)

In der von der Akademie und dem Filmmuseum München veranstalteten Reihe »Psychoanalyse und Film« werden Filme von einer Psychoanalytikerin und/oder einem Psychoanalytiker kommentiert (einschließlich Diskussion mit dem Publikum). Das Thema dieser Reihe zum 10-jährigen Jubiläum ist »Lieblingsfilme«.

Haben auch Sie einen Lieblingsfilm? Kennen Sie die nie alternde Begeisterung für Schauspieler und den Regisseur einer Geschichte, einer überraschenden Gegebenheit, eines Plots, dessen Entwicklung Sie sekundengetreu vorauserzählen können und dennoch gebannt, verstört, beglückt immer aufs neue verfolgen? In unserer Jubiläumsreihe wollen wir Sie zu fünf solchen Lieblingsfilmen einladen und herausfinden, wie ein Film menschliche Konflikte, kulturelle, politische und geschichtliche Entwicklungen so verdichtet, dass ein alterungsgeschütztes Meisterwerk gelingt. Sie können unsere Liebhaber und Liebhaberinnen in der Diskussion dazu gerne auf die Couch legen! – Dr. med Corinna Wernz

Sleuth (Ein Mord für 2)
– USA, 2007, 89 Min., OmU; R: Kenneth Branagh; B: Harold Pinter; D: Jude Law, Michael Caine –
Das Remake der 35 Jahre älteren Erstfassung (GB, 1972) von Joseph L. Mankiewicz, in dem Michael Caine die Rolle des Liebhabers und Laurence Olivier den betrogenen Starautor spielte, ist vordergründig ein Männerdrama. Der junge arbeitslose Schauspieler Milo besucht den berühmten Schriftsteller Wyke in seinem computergesteuerten Haus. Als Lover von Wykes Ehefrau verlangt er die Scheidung. Zwischen den beiden Männer beginnt ein Spiel in drei Akten. Auf der Leinwand sind nur die großartigen männlichen Hauptdarsteller zu sehen. Es entsteht Nähe und heimliche Anziehung zwischen den Rivalen, gesteigert bis zum sadomasochistischen Duell. Unterhalb der Handlungsebene zeigen Signale der Bild- und Raumstruktur jedoch: Das Drama wird von der Präsenz einer unsichtbaren, potenten Dritten getragen. Der Film umspielt und verdreht Gender- und Generationsgrenzen und stellt die Identifikationen der Zuschauerin, des Zuschauers auf den Kopf. Wer ist die umkämpfte Frau, wer der eindringende Voyeur? Wer ist der Gewinner (wenn es einen gibt)?

Moderation:
Vivian Pramataroff-Hamburger

Termin:
28. Januar 2018, ab 17.30 Uhr

Veranstalter:
Akademie München & Filmmuseum München

Veranstaltungsort:
Filmmuseum München
St. Jakobs-Platz 1
80331 München 

Anmeldung und Kontakt:
Dipl.-Psych. Irmgard Nagel
Emanuelstr. 5
80796 München
Telefon: 089 30 00 12 13
E-Mail: irmgard.nagel@gmx.de

Weitere Informationen:
www.psychoanalyse-film.eu

Passende Lektüre im Psychosozial-Verlag:

Pier Paolo PasoliniGerhard Schneider, Peter Bär (Hg.)
Pier Paolo Pasolini
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 8
EUR 19,90

Nachdem Pasolini in den fünfziger Jahren als Drehbuchautor in die Filmszene einstieg, waren seine ersten Regiearbeiten wie Accattone oder Das erste Evangelium – Matthäus noch stark vom Neorealismus beeinflusst. Bewusst inszenierte er seine Figuren als changierend zwischen Profanität und Transzendentalität. Ende der Sechziger wandelte sich Pasolinis Werk und er wandte sich großen Legenden und Mythen zu, etwa Ödipus (Edipo Re – Bett der Gewalt) oder Medea. [ mehr ]

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Darren AronofskyPeter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)
Darren Aronofsky
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 9
EUR 19,90

Das Werk des Filmregisseurs und Drehbuchautors Darren Aronofsky reicht vom Low-Budget-Projekt Pi über den grafisch opulenten Film The Fountain bis zum Arthouse-Publikumserfolg Black Swan. Trotz der unterschiedlichen Zugänge findet sich immer das einheitliche Motiv der »Ich-Suche« des Individuums. [ mehr ]

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David CronenbergGerhard Schneider, Peter Bär (Hg.)
David Cronenberg
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 10
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Mit Werken wie Parasiten-Mörder (1975) wurde David Cronenberg zum Mitbegründer des »Body-Horror«-Genres. In seinen späteren Filmen stellt er das Thema der Gewalt in einen soziokulturellen Zusammenhang (A History of Violence, 2005) und beschäftigt sich verstärkt mit den psychologischen Konflikten seiner Figuren (Spider, 2002). [ mehr ]

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Peter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)
Die Coen-Brüder
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 11
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Seit Anfang der 1990er Jahre gehören die Brüder Joel und Ethan Coen als Oscar-prämierte Filmregisseure, -produzenten und Drehbuchautoren zu den Größen Hollywoods. Trotz des großen kommerziellen Erfolgs stehen die Coens bis heute für den kreativen und unangepassten Hollywoodfilm jenseits geltender Genrekonventionen. Das Buch bietet einen Gesamtüberblick über ihr Oeuvre und versammelt Texte zu ihren wichtigsten Filmen. [ mehr ]

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Michael HanekeGerhard Schneider, Peter Bär (Hg.)
Michael Haneke
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 12
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Der preisgekrönte österreichische Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke (geb. 1942) erlangte durch seine anspruchsvollen, sozialkritischen Filme weltweit Anerkennung. Seine Geschichten sind aus der Realität unserer Gesellschaft resultierende Alpträume, die einen Einblick in unsere soziokulturelle Conditio humana mit ihren apokalyptischen Gewalt- und Zerstörungsfantasien erlauben. [ mehr ]

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Martin Scorsese   Peter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)
Martin Scorsese
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 13
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Martin Scorsese (geb. 1942) ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Regisseure und Vertreter des New Hollywood. In der Tradition des europäischen Autorenfilms der 1960er und 70er Jahre thematisiert Scorsese individuelle, soziale und soziokulturelle Konfliktsituationen sowie die Bedeutung von Gruppenzugehörigkeiten, Gewalt und den Verlust basaler Sicherheiten. [ mehr ]

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FilmpsychoanalyseAndreas Hamburger
Filmpsychoanalyse
Das Unbewusste im Kino - das Kino im Unbewussten
EUR 39,90

Was erleben wir, wenn wir einen Film anschauen? Wieso und auf welche Art und Weise identifizieren wir uns mit den ProtagonistInnen? Und wie steuern Filme unsere Affekte? Andreas Hamburger untersucht aus psychoanalytischer Sicht die subjektive Filmerfahrung. Anhand zahlreicher Beispiele entwickelt er ein methodisches Vorgehen für eine psychoanalytische Filminterpretation, diskutiert Einzelaspekte des Mediums – wie Schnitt, Raum- und Zeitgestaltung etc. – und stellt Ansätze der Filmpsychoanalyse und Kinotheorie in eine systematische Perspektive. [ mehr ]

Dieser Titel erscheint im Januar 2018.

Kunst und EntfremdungHannes König
Kunst und Entfremdung
Ein soziologisch-psychoanalytischer Ansatz
EUR 29,90

Der Autor erweitert Arnold Hausers soziologisches Konzept der Entfremdung um philosophische und psychoanalytische Sichtweisen. Damit gelingt ihm ein neuer Zugang zum Verständnis des kreativen Schaffensprozesses, der Kunstrezeption und der Kunstgeschichte. Anhand zahlreicher Beispiele aus Musik, Film, Literatur und Malerei leitet er drei allgemeine Wirkfaktoren ab und versucht eine Antwort auf die kontrovers diskutierte Frage: Was ist überhaupt Kunst? [ mehr ]

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Andreas Hamburger (Hg.)
Frauen- und Männerbilder im Kino
Genderkonstruktionen in La Belle et la Bête von Jean Cocteau
EUR 19,90

Der vorliegende Band widmet sich dem Filmklassiker unter der Fragestellung der Gender- und insbesondere der Männlichkeitskonstruktion im Film. Die interdisziplinären Beiträge aus Psychoanalyse, Literatur- und Filmwissenschaft zeigen, wie in La Belle et la Bête unterschwellige Themen von der sexuellen Entwicklung bis zur Krise der Männlichkeit verhandelt werden. [ mehr ]

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Sebastian Leikert (Hg.)
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EUR 29,90

Bereits von Beginn an hat sich die Psychoanalyse mit den Künsten beschäftigt. Während sich die Auseinandersetzung bisher zumeist auf die inhaltliche Analyse von Einzelwerken beschränkte, wird im vorliegenden Band der Fokus auf die Rezeption gelegt. Aus dem Blickwinkel ihres jeweiligen Fachgebietes heraus versuchen die Beiträgerinnen und Beiträger den Prozess zu rekonstruieren, der sich zwischen Werk und Rezipierenden abspielt. [ mehr ]

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Konrad Heiland, Theo Piegler (Hg.)
Der Soundtrack unserer Träume
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In der psychoanalytischen Auseinandersetzung mit Film und Musik wurde Soundtracks bisher wenig Beachtung geschenkt. Im vorliegenden Band untersuchen renommierte Musikwissenschaftler und Psychoanalytiker Filmmusik von ihrer Komposition über deren Wirkung – auch der von Stille oder Geräuschen – bis hin zu ihrer Rezeption im Rahmen des audiovisuellen Gesamtkunstwerks. [ mehr ]

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Das Fremde im FilmTheo Piegler (Hg.)
Das Fremde im Film
Psychoanalytische Filminterpretationen
EUR 19,90

Das Fremde ist Teil unseres Lebens. In seiner medialen Widerspiegelung wird es anhand von elf ausgewählten Filmen unter psychoanalytischen Aspekten erkundet. [ mehr ]

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Theo Piegler (Hg.)
»Ich sehe was, was du nicht siehst«
Psychoanalytische Filminterpretationen
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Sieben Hamburger Psychoanalytiker und Psychotherapeuten analysieren 13 bekannte Spielfilme aus den letzten 50 Jahren. Dem Thema Suizid im Film ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet. [ mehr ]

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Psychoanalyse im Dialog mit den NachbarwissenschaftenHeinz Böker (Hg.)
Psychoanalyse im Dialog mit den Nachbarwissenschaften
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Welchen Beitrag leistet die Psychoanalyse für die Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme und wissenschaftlicher Fragestellungen? Das Buch gibt einen Überblick über die aktuellen Dialoge der Psychoanalyse mit den Nachbarwissenschaften. [ mehr ]

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Mit Freud im KinoTheo Piegler
Mit Freud im Kino
Psychoanalytische Filminterpretationen
EUR 24,90

Ein repräsentativer Querschnitt von Filmen aus den letzten 50 Jahren und unterschiedlichen Ländern wird psychoanalytisch untersucht. Der Text verbindet in gut verständlicher Form Film und Psychoanalyse und kann so nicht nur als Einstieg in die Psychoanalyse, sondern auch als psychoanalytische Interpretationshilfe beim Betrachten von Filmen genutzt werden. [ mehr ]

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Trauma im FilmSabine Wollnik, Brigitte Ziob (Hg.)
Trauma im Film
Psychoanalytische Erkundungen
EUR 26,90

Anhand von Filmen wie »Brokeback Mountain«, »Catch Me If You Can«, »Das Leben ist schön«, »21 Gramm« u.a. erkunden Psychoanalytiker in ihren Beiträgen die Darstellung von Traumatisierungen in Filmen und die Funktion solcher Filme für den Einzelnen und die Gesellschaft. [ mehr ]

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Stanley KubrickAndreas Jacke
Stanley Kubrick
Eine Deutung der Konzepte seiner Filme
EUR 29,90

Andreas Jacke versucht, die Rätsel aus Stanley Kubricks Filmen zu lösen, und beschreibt das gesamte Werk eines Mannes, dem es gelungen ist, zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Arthaus-Kino und Hollywood perfekte Filme zu drehen, die einen ganz eigenen Ausdruck haben. [ mehr ]

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Mathias Hirsch
»Liebe auf Abwegen«
Spielarten der Liebe im Film psychoanalytisch betrachtet
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15 Spielfilme werden hier aus psychoanalytischer Sicht interpretiert. Allen gemeinsam ist, dass sie von den Abgründen der Liebe handeln, die in uns allen schlummern - der Mutterliebe, dem Inzest, Formen der Perversion bis hin zur Liebe in der Therapie. [ mehr ]

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Film und PsychoanalyseParfen Laszig, Gerhard Schneider (Hg.)
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Kinofilme als kulturelle Symptome
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Anhand der psychoanalytischen Betrachtung von Kinofilmen werden grundlegende kulturelle Veränderungen und ihr Einfluss auf die Psyche und Identität des Individuums diskutiert. [ mehr ]

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Gerlinde Gehrig, Ulrich Pfarr (Hg.)
Handbuch psychoanalytischer Begriffe für die Kunstwissenschaft
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In diesem Handbuch werden erstmals Begriffe systematisch zusammengefasst und benutzerfreundlich aufgearbeitet, die das gemeinsame Forschungsfeld von Psychoanalyse und Kunstwissenschaft bezeichnen. [ mehr ]

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