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Buch des Monats

Wir freuen uns über das »Buch des Monats« in der aktuellen Konkret: Edith Jacobsons »Gefängnisaufzeichnungen«, herausgegeben von Judith Kessler und Roland Kaufhold. Der schöne Artikel von Tjark Kunstreich macht neugierig auf das Buch. Die persönlichen Notizen der jüdischen Psychoanalytikerin, die sich u.a. in der linken Widerstandsgruppe »Neu Beginnen« engagierte und 1935 inhaftiert wurde, galten lange als verschollen. Nun können wir »beginnend bei den ersten tagebuchartigen Eintragungen über Abschriften von Gedichten sowie Selbstgedichtetem bis hin zu klinischen Überlegungen, einen Eindruck gewinnen von der Fähigkeit Jacobsons, psychische Überlebensstrategien zu finden, um nicht zu zerbrechen«, so Tjark Kunstreich in seiner Besprechung. Dort kommt er zu dem Schluss: »Da sie selbst nie wieder über ihre Haft und ihr Leben in Deutschland gesprochen hat, sind diese Aufzeichnungen aus dem Gefängnis ein bedeutender Beitrag zu ihrer Biografie: Sowohl in den Gedichten, die von der Autorin kaum zur Veröffentlichung vorgesehen waren, als auch in den klinischen Aufzeichnungen scheint durch, was sie auch weiterhin beschäftigen sollte.«

Hier sehen Sie das empfohlene Buch:

Edith Jacobson
Gefängnisaufzeichnungen
EUR 29,90

Mit einem Vorwort von Hermann Simon
247 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
Erschienen im Juni 2015
Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse
ISBN-13: 978-3-8379-2513-5, Bestell-Nr.: 2513

Die jüdische Emigrantin Edith Jacobson war nicht nur als eine der wichtigsten Psychoanalytikerinnen des 20. Jahrhunderts bekannt, sondern auch wegen ihrer Mitwirkung in der linken Widerstandsgruppe »Neu Beginnen« und ihrer Verurteilung zu einer langen Zuchthausstrafe. Persönliche Notizen aus den ersten Tagen ihrer Haft galten als verschollen, überdauerten aber fast 80 Jahre lang in Privathaushalten. Das vorliegende Buch macht sie erstmals – komplett als Faksimile und Abschrift – zugänglich.  [ mehr ]

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