Rezension zu Geschwisterdynamik

PSYCHE – Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, Nr. 9/10, 2017, 71. Jahrgang

Rezension von Günter Reich und Antje von Boetticher

Lesen Sie hier einen Ausschnitt aus der Rezension zum Buch »Geschwisterdynamik«:

»Geschwisterbeziehungen sind die am längsten währenden familiären Beziehungen, die Menschen haben, nicht selten intimer als die zu Eltern, Partnern oder eigenen Kindern. Weitgehende Einigkeit scheint unter zeitgenössischen Psychoanalytikern darin zu bestehen, dass neben der vertikalen Linie der Eltern-Kind-Beziehungen und der hiermit verbundenen präödipalen, ödipalen und adoleszenten Individuationskonflikte die horizontale Geschwisterdynamik ein eigenständiges Beziehungssystem mit genuinen Erfahrungsräumen und entsprechendem Entwicklungspotential darstellt.

Lange Zeit war Hans Sohni in dieser Angelegenheit ein ›Rufer in der Wüste‹. Außer ihm beschäftigten sich nur wenige Psychoanalytiker in Deutschland mit der Thematik. In seinem letzten, zusammenfassenden Buch ›Geschwisterdynamik‹ (2011, 2. Aufl. 2014) gibt er einen hervorragenden Überblick über die Entwicklung der Thematik, die entwicklungspsychologische Forschung, familiendynamische Perspektiven und vor allem das wenig beleuchtete Thema der Geschwisterbeziehungen in späteren Lebensphasen, das er in dem Tagungsband der Zeitschrift ›Psychoanalytische Familientherapie‹ (2015) zur Geschwisterthematik weiter ausarbeitet.«

Die vollständige Besprechung finden Sie im digitalen Klett-Cotta-Archiv der Psyche:


www.volltext.psyche.de

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