Rezension zu Laudato Si’

Impuls. Zeitung der Bewegung für soziale Gerechtigkeit. Nr. 04, 2017, Juli/August

Rezension von Michael Schäfers

Vielfalt zum Dialogangebot

Die letzte Sozialenzyklika von Papst Franziskus »Laudato Si – Die Sorge für das gemeinsame Haus« versteht sich als Dialogangebot an alle Menschen, um zu den drängenden ökologischen und sozialen Fragen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ziel ist das gemeinsame Handeln für eine bessere Welt, die besonders die Belange und Bedürfnisse der Armen und Ausgeschlossenen in den Mittelpunkt stellt.

Wolfgang George greift dieses Anliegen auf. 24 Autor-/innen aus unterschiedlichen Fachgebieten, von der Germanistik, der Psychologie bis hin zur Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsethik, nähern sich aus ihrer jeweiligen Disziplin zentralen Aussagen der Enzyklika, die sie kritisch bewerten und durch wichtige Ergänzungen ausbauen. Es sind diese unterschiedlichen Zugänge, die diesen Sammelband so lesenswert machen. Durch die Interdisziplinarität entsteht ein vielfältiges Bild zum Verständnis, aber auch zur Kritik der Sozialenzyklika, das in dieser Fülle bisher keine andere Publikation zu bieten hat. Die Beiträge finden einen unterstützenden Zugang zu den für sie jeweils zentralen Aussagen der Enzyklika. Hauptthemen sind z. B. die Sprache von Laudatio Si/', Umwelt und Klima, die Technik, Wissenschaft und Ökonomie bis zur Kultur und Religion.

Der Künstler Uwe Battenberg hat zudem Aussagen der Enzyklika sehr gelungen bildnerisch umgesetzt und rundet so das Gesamtbild des Buches ab. Die Vielfalt ist es, die das Buch lesenswert macht, auch um die Sozialenzyklika des Papstes tiefer zu erschließen. Ein echtes Dialogangebot!

Dr. Michael Schäfers

zurück zum Titel