Rezension zu Psychose

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Rezension von Lisa Tomaschek-Habrina

Psychotische Störungen beunruhigen, sie verunsichern. Bislang ist das Rätsel der psychotischen Störungen von keiner Seite so gut aufgeklärt worden, dass sich zuverlässig wirksame Behandlungsformen daraus ableiten ließen. Das gilt für die neurobiologischen Ansätze ebenso wie für die sozialpsychiatrischen und psychodynamischen. Der Komplexität psychotischer Störungen angemessen ist einzig eine multiprofessionelle Therapie.

Psychotische Störungen sind Beziehungsstörungen. Sie sind nicht ausschließlich, aber zum Teil eben auch in traumatisierenden Beziehungen entstanden, sie manifestieren sich auf jeden Fall in der Beziehung zu anderen und wirken sich massiv auf Beziehungen aus.

Jedes Symptom ist jedoch auch Sprache und Ansprache. Die Aufgabe des Therapeuten ist, das nicht zur Sprache kommende zu benennen oder es auszudrücken zu versuchen. Wie das gelingen kann versucht Küchenhoff auf knappen 137 Seiten aufgrund von Theorien, den Bedingungen des psychotischen Erlebens und der psychotherapeutischen Arbeit mit psychotischen Patienten zu beschreiben. Ein gutes Grundlagenbuch.

Zur Homepage der Rezensentin:
www.lisatomaschek.at

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