Rezension zu Körper-Sprachen

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Rezension von Lisa Tomaschek-Habrina

Dieses Jahrbuch der DGPT vom Oktober 2015 versammelt Hauptvorträge und Referate zum Thema Körper-Sprachen. Die klinische Theoriebildung wird hier ergänzt von Forschungen aus den Neurowissenschaften, zum Embodiment und Untersuchungen zu unserem präverbalen Körpergedächtnis. Körpergeschehen wird von Anfang an auch in der therapeutischen Behandlung als Interaktionsgeschehen aufgefasst, zur Verkörperung des Unbewussten. In rund 20 Beiträgen spannt sich der Bogen von psychoanalytischen Auffassungen zur Affektforschung und den Neurowissenschaften. Vom Körper als Erinnerungsmedium, aus dem sich traumatische Erfahrungen aktualisieren berichtet der Beitrag Leuzinger-Bohleber & Pfeifer. Vom Körper des Therapeuten als Resonanzraum schreibt Volz-Boers. Der Wirkung nonverbaler Botschaften jenseits sprachlicher Kommunikation und deren Rückbezug auf die Ergebnisse der psychologischen Emotionsforschung widmet sich Benecke in seinem Text »Lachen, Weinen und böse Blicke.«

Das Buch bietet eine breite Auswahl an Zugängen zum Thema und spart auch nicht mit literarischen Bezügen z.B. in dem lesenswerten Beitrag von Klußmann&Klußmann über »Kafka im Licht der Psychosomatik.«

Zur Webseite der Rezensentin:
www.lisatomaschek.at

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