Rezension zu Die Bedeutung des Vaters in der frühen Kindheit

PiD 1-2006 7.Jg.

Die Einführung in diese Aufsatzsammlung betiteln die Herausgeber als »Der lange Weg des Vaters in die Kleinkindforschung« und beschreiben die verschiedenen Phasen, die die Diskussion der Bedeutung des Vaters in der frühen Kindheit durchlief. Diese Frage tauchte in der Forschung bis in die 70er-Jahre hinein kaum auf, da auch Wissenschaft und Forschung vom traditionellen Familienbild geprägt schienen. Immer noch sind viele Fragen zur Vater-Kind-Beziehung offen und auch undiskutiert. Im April des Jahres 2001 fand in Wien eine Tagung statt unter dem Thema des Buchtitels.

In dem vorliegenden Band sind ausgewählte Vorträge dieser Tagung publiziert. Die Beiträge sind weitgehend psychoanalytisch geprägt, aber auch bindungs- und systemtheoretische Aspekte werden erwähnt. In den Aufsätzen werden sowohl »gelingende« Beziehungs- und Entwicklungsprozesse aus verschiedenen Perspektiven dargestellt, als auch die Bedeutung von Vätern in psychotherapeutischen Prozessen. Insgesamt gibt der Band einen interessanten Überblick über verschiedene Aspekte der »Frage nach dem Vater« und einen Einblick in den derzeitigen Forschungsstand vor allem psychoanalytischer Denkrichtungen.

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