Rezension zu Patient Scheidungsfamilie

Kinderanalyse Nr. 3 Juli 2014 22. Jahrgang

Rezension von Beat Manz

Lesen Sie hier Ausschnitte aus der Rezension von Beat Manz:

»Dieser Ratgeber ist aus Vorträgen und Artikeln entstanden, die Helmuth Figdor (…) in den Jahren 1999 bis 2011 in Deutschland, Osterreich und der Schweiz gehalten bzw. in Fachzeitschriften veröffentlicht hat. Sie alle wurden für die Publikation sorgfältig überarbeitet, vier Teilen zugeordnet, diese jeweils mit einer Einführung versehen.«

»Nicht immer ist eine Psychotherapie notwendig. (…) Figdor schließt: ›Mithin wird Erziehungsberatung bei Trennung und Scheidung wohl nur dann funktionieren können, wenn der Weg zu dem, was die Kinder brauchen, über das, was die Eltern brauchen, gesucht wird.‹«

»Das ergreifende Märchen von Sophie und den drei Büchern schrieb Figdor, als er ein zehnjähriges Mädchen, Michelle, im Beratungsprozess ›verloren‹ hatte, weil er zu schnell auf eine Lösung drängte, die es mitzutragen noch nicht bereit war. Es willigte aber ein, seine Briefe zu lesen. Im Märchen, das sich an die Situation Michelles anlehnt, wird beispielhaft erklärt, wie es zum Zerwürfnis der Eltern und zu Sophies Widerwille kam, die Mutter nach erfolgter Trennung zu besuchen. Sophie gelingt es, ihre Widerstände gegen den Wunsch der Mutter, ihre Tochter wiederzusehen, aufzugeben.«

»Der Schlussteil des Buches lässt die Kinder selbst zu Wort kommen, die Figdor im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Justiz drei Jahre nach Einführung der gemeinsamen Obsorge (Kindschafrsrecht-Änderungsgesetz, 2001) befragt hat. Mit zwei ausgewählten Zitaten möchte ich die Rezension dieses sehr lesenswerten Ratgebers für alle, die beruflich mit Trennungs- und Scheidungsfamilien zu tun haben, schließen: ›Ich finde, dass ein Kind beide Eltern verdient hat.‹ – ›Das Kind kann nichts tun, aber man kann hoffen.‹

Die gesamte Besprechung finden Sie hier:

http://volltext.kinderanalyse.de

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