Rezension zu Liebesaffären

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Rezension von Anke Breitmaier

Vom Leben mit Liebesaffären

Wo es Liebe gibt, da lauern auch immer irgendwo Affären - Wolfgang Hantel-Quitmann lädt in seinem tiefgründigen Buch dazu ein, einen differenzierten Blick auf Liebesaffären zu werfen. Der Professor für klinische Psychologie und Familienpsychologie erklärt die Psychologie leidenschaftlicher Beziehungen anschaulich anhand vieler Beispiele aus der Weltliteratur. Untermauert ist seine einfühlsame Analyse von Fallbeschreibungen aus seiner langjährigen Praxis als Paartherapeut und historischen Beispielen. So entsteht ein ganz besonderes Bild der hellen und der dunklen Seite der Liebe, die von viel Leidenschaft lebt, aber auch viel Leiden schafft.

Affären sind selten nur schlecht oder nur gut – es kommt darauf an, was wir daraus machen. Das beweisen die vielen Liebesgeschichten der Weltliteratur und der Weltgeschichte, in denen Affären eine Haupt- oder eine Nebenrolle spielen.

Schauen wir also den Tatsachen ins Auge, rät Hantel-Quitmann, und werfen einen Blick in den Erfahrungsschatz anderer Menschen. Deren Interpretaion vom Affärengeschehen ist immer subjektiv geprägt, wir alle seien beeinflusst von kulturellen und individuellen Faktoren. Etwa von den Ansprüchen, die wir an die Liebe stellen und denen sie eigentlich nur schwerlich gerecht werden kann: Alles in allem betrachtet, ist die Liebe recht unzulänglich, kann sie doch nie bis ins Letzte all unsere Bedürfnisse befriedigen.

Von jeher gibt es daher Ausweichmänover wie Seitensprünge und Affären. Hantel-Quitmann schärft den Blick seiner Leser für die Allmacht der Verführung und zeigt, wie viele auch positive Lesarten des Affärengeschehens es gibt. Das macht sein Buch so wertvoll und ist unter anderem eine sehr bereicherne Lektüre für alle Menschen, die mit Affären und Liebesbetrug im Laufe ihres Beziehungslebens in Berührung kommen.

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