Rezension zu Patient Scheidungsfamilie

Ärzteblatt PP, Ausgabe Mai 2013

Rezension von Michael Naumann-Lenzen

Auszüge aus der Rezension:

»Im Umfeld von Trennung und Scheidung treffen vielfältige Regelungserfordernisse und Interessen konflikthaft aufeinander: die der unmittelbar Betroffenen (Kinder, Eltern, Großeltern) und die der mittelbar Betroffenen (Angehörige der Helfersysteme, Jugendamtsmitarbeiter, Juristen). Alle nehmen für sich in Anspruch, im Sinne des Kindeswohls, so wie sie es aus ihrer Perspektive deuten, tätig zu werden.«

»Im Unterschied zu seinen vorherigen Publikationen fokussiert der Autor dieses Mal detailliert auf die vorherrschenden Urteils- und Handlungsmuster der am Prozess beteiligten Professionen und gleicht diese immer wieder ab mit den Entwicklungsbedürfnissen des betroffenen Kindes (einschränkend sei hier angemerkt, dass die Ausführungen über weite Strecken auf die österreichische Situation kalibriert sind).«

»Zweifellos ist der Erhalt der Bindung zu beiden Elternteilen ein erstrebenswertes Ziel und ist als solcher ja auch gesetzlich verankerte Vorgabe. Der Verlust oder das konfliktbelastete Ringen um deren Erhalt stellt für Kinder eine hohe Belastung dar mit all den intrapsychischen Folgekosten, die der Autor beschreibt.«

»Trotz dieser Einschränkungen bleibt das Buch wegen seiner detailreichen Synopse der unterschiedlichen Handlungsperspektiven, die so noch nicht geleistet wurde, empfehlenswert.«

Michael Naumann-Lenzen

Lesen Sie hier die komplette Rezension:
www.aerzteblatt.de

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