Rezension zu Suizidalität

Ärzteblatt PP Heft 4/April 2013

Rezension von Tilmann Moser

Auszüge aus der Rezension:

»Die Suizidhandlung dient der Abwehr einer narzisstischen Katastrophe und ist zugleich eine Konfliktlösung, indem der Gefahr, einer vernichtend fantasierten Situation passiv und hilflos ausgeliefert zu sein, aktiv zuvorgekommen wird.«

»Gerisch ist sowohl eine hervorragende Theoretikerin als auch eine erfahrene Therapeutin, die wertvolle Hinweise auf Behandlungsprobleme gibt. Nicht immer kündigt sich drohender Suizid lärmend an, sondern er kann sich schleichend nähern. Deshalb analysiert Gerisch die schwierigen Gegenübertragungsprobleme in scheinbar stagnierenden Analysen, die den Therapeuten unter schweren Druck setzen können.«

»Deshalb macht Gerisch nachdrücklich aufmerksam auf die Voranzeichen im Therapeuten in den ›somatisierten Gegenübertragungsempfindungen, wie etwa Ekel, Müdigkeit, vegetative Empfindungen, bis zu Herzrhythmusstörungen oder unwillkürliche Muskelkontraktionen‹«.

»Das Taschenbuch ist die Ernte aus jahrzehntelanger Beschäftigung mit Suizidalität und gleichzeitig eine Schatztruhe von Reflexionen über frühe Traumatisierungen.«

Tilmann Moser

Lesen Sie hier die komplette Besprechung:
www.aerzteblatt.de

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