Rezension zu Affekt und Form

Neue Zürcher Zeitung, 20. September 2011

Rezension von Samuel Herzog

»Was jeder Besucher einer gelungenen Ausstellung buchstäblich am eigenen Leib erfährt, die emotionale Erschütterung in ihm durch das Artefakt vor ihm, war einer einseitig am Formbegriff ausgerichteten Kunstgeschichte und -theorie allenfalls eine Marginalie. Gegen diese Austreibung der Sinnlichkeit aus dem Raum ästhetischer Theorie hat der Frankfurter Soziologe, Sozialpsychologe und Psychotherapeut Manfred Clemenz ein ebenso interessantes wie gut lesbares Buch geschrieben.«

»Indem er das ästhetische Geschmacksurteil Immanuel Kants in der Psychoanalyse Sigmund Freuds spiegelt, gelingt es ihm, Affektivität in der ästhetischen Struktur des Kunstwerks selbst zu verorten. Die »konstitutive Bedeutung des Affekts für die Wahrnehmung und Produktion von Kunst« macht den Affekt zu einem wesentlichen Bestandteil der Form. Dergestalt wird das Verhältnis von Form und Affekt überhaupt »›dialektisiert‹«.

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