Rezension zu Mit Freud im Kino

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Rezension von Jürgen Hoppermann

»Mit Freud im Kino« heißt diese Buch, Sie haben richtig verstanden: nicht »Freude« (das wünschen wir Ihnen natürlich auch). Sondern »Freud«, Sigmund Freud, um es genau zu sagen. Und wiederum auch nicht, denn besagter Begründer der Psychoanalyse konnte höchstselbst mit Kino überhaupt nichts anfangen.

Davon hat sich Autor Theo Piegler, Hamburger Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie allerdings überhaupt nicht abschrecken lassen. Piegler ist ein ausgesprochener Filmfreak (ob man dieses Gossenwort bei einem Nervenarzt überhaupt gebrauchen darf?) und seziert – quasi auf der Analytikercouch – einen Film nach dem anderen.

Besonders fasziniert hat mich sein Artikel über »American Beauty«, der im Jahre 2000 satte 5 Oscars absahnte, vollkommen zurecht. Theo Piegler hat es hier auf die Rosen abgesehen, die im Film tatsächlich zu Haufe vorkommen. In all ihrer tiefsinnigen symbolischen und metaphysischen beschreibt er, wie sie im Film verwendet werden.

Jeden Tag schalten wir die Glotze ein und lassen uns berieselt. Aber Filme wirklich sehen lernen, dazu braucht es schon Bücher wie dieses!

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