Rezension zu Sequentielle Traumatisierung bei Kindern

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Rezension von Roland Kaufhold

Es mag keine Helden mehr geben: Hans Keilson ist einer.
Am bedeutsamsten, das hat Hans Keilson in seinen Schriften immer wieder hervorgehoben, ist für ihn jedoch seine psychoanalytische Tätigkeit mit schwer traumatisierten jüdischen Kindern und Jugendlichen geblieben. Unvergessen seine 24 Jahre zurückliegende Präsenz bei einer kinderanalytischen Tagung des Rottenburger Vereins für Psychoanalytische Sozialarbeit; seine Wortbeiträge, sein Wissen, seine Anteilnahme an den Kindern – gemeinsam mit dem seiner jüdischen Kollegen Rudolf Ekstein und Ernst Federn, war außerordentlich bewegend. (...)
Gegenüber der New York Times hebt er auf die Frage nach der wichtigsten Tätigkeit seines Lebens demgemäß hervor: „Meine wissenschaftliche Arbeit. Darauf bin ich stolz. (…) Es ist schwer, da eine koschere Antwort zu geben … Aber meine Arbeit als Psychoanalytiker ist wichtiger als mein Schreiben. Und das meine ich aufrichtig“ (S. 155).

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