Rezension zu Trauma im Film

www.literatur-report.de November 2010

Rezension von Ludwig Helwig

Gute Filme ermöglichen einen genauen Blick auf Zeitströmungen, aktuelle Ängste, auf die Struktur von Beziehungen, auf Veränderungen der Lebensbedingungen und Lebensgewohnheiten.
Seit einigen Jahren setzen sich Filmemacher immer häufiger mit Extremerfahrungen und immer wiederkehrenden seelischen Verletzungen auseinander. Zugleich befasst sich die Psychoanalyse intensiv mit der Erforschung psychischer Traumata. Damit scheinen beide das Interesse des Publikums zu treffen, das ebenfalls an der Bewältigung von Extremerfahrungen interessiert ist. Das Medium Film gibt dem Zuschauer Gelegenheit, traumatisierendes Geschehen zu verarbeiten und daraus zu lernen.
Anhand von Filmen wie »Brokeback Mountain«, »Catch Me If You Can«, »Das Leben ist schön«, »21Gramm« u.a. erkunden Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen in ihren Beiträgen die Darstellung von Traumatisierungen in Filmen und die Funktion solcher Filme für den Einzelnen und die Gesellschaft.

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