Rezension zu Ekel als Folge traumatischer Erfahrungen

Psychologie Heute November 2010

Rezension von Tillmann Moser

»Die Sammlung der Vorträge bedeutet einen Durchbruch, nicht nur der tiefenpsychologischen Ekelforschung, sondern auch des weiteren Umfeldes der Traumatheorie und –therapie, in das der Ekel eingebettet ist.«

(...)

»Menschen in frühen Missbrauchs- oder Gewalterfahrungen können sich meist nicht wehren, sie erstarren, spalten sich, erbrechen sich, geraten in Todesangst, vor allem, sie können die überwältigenden Affekte nicht verarbeiten. Und die unbewältigten Bilder, das ist das Problem einer zerstörten einheitlichen Ich-Struktur, werden in verschiedenen Abteilungen des frühen Körpergedächtnisses gespeichert, von wo aus sie ihr Unwesen im Unbewussten treiben. Und die Scham hindert sie, das Erlittene anzusprechen, in der Angst, der therapeutische Partner könne das Thema und damit sie selbst nicht ertragen. Deshalb müssen neue therapeutische Zugangsformen gefunden werden, und das Buch bietet eine Fülle von szenischen Varianten, die die Tore zum Unbewussten öffnen können, immer im Schutz einer zuverlässigen Bindung an den Therapeuten.«

Zitiert aus Psychologie Heute, November 2010.

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