Parfen Laszig, Gerhard Schneider (Hg.)

psychosozial 122: Die neuen Medien als Lebensräume

(33. Jg., Nr. 122, 2010, Heft IV)

Cover psychosozial 122: Die neuen Medien als Lebensräume

EUR 19,90

Dieser Titel ist derzeit vergriffen.

Zeitschrift: psychosozial (ISSN: 0171-3434)

Verlag: Psychosozial-Verlag

160 Seiten, Broschur, 165 x 240 mm

Erschienen im November 2010

Bestell-Nr.: 8012

Ohne neue Medien ist der Alltag im 21. Jahrhundert für viele kaum mehr vorstellbar. Weltumspannend und rund um die Uhr verfügbar verändern sie eine der Grundlagen des psychischen und gesellschaftlichen Seins. Unsere alltägliche Lebenswelt befindet sich durch die rasanten informations- und kommunikationstechnologischen Veränderungen in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Insbesondere die technische und inhaltliche Entwicklung des World Wide Web hat weitreichende Auswirkungen auf uns als individuelle Nutzer sowie auf die Gesellschaft als Ganzes. Worte wie »Web 2.0«, »social community«, »Twitter«, »Weblog« oder »Chat« sind in aller Munde. Dabei bietet die neue »Multimedialität« vielfältige Möglichkeiten der Partizipation, Vernetzung, Selbstdarstellung und Beziehungspflege, die einerseits kreativ genutzt, andererseits aber auch missbraucht werden. Viele Nutzer unterschätzen dabei die Risiken für ihre Sicherheit und entblößen ungehemmt ihr Privatleben in der virtuellen Öffentlichkeit.

Unter der Überschrift »Die neuen Medien als Lebensräume – Virtuelle Neoheimaten und Fluchten« beschäftigen sich die Beiträge dieses Schwerpunktheftes mit den Chancen der neuen Medien, den Gefahren die sie bergen sowie den Fähigkeiten und Strukturen derer sie bedürfen. »Wie findet man Liebes- und Sexpartner im Internet?«, »Was versteht man unter Cyberbullying und welche Folgen hat dieses Phänomen für betroffene Kinder und Jugendliche?«, »Wie verändert sich das (kindliche) Spiel durch die neuen Medien?«, »Ist Psychotherapie per Internet sinnvoll?« – dies sind nur einige Fragen, denen die Autorinnen und Autoren im Rahmen dieses Heftes aus psychoanalytischer und kulturtheoretischer Perspektive nachgehen. Genau wie der Gegenstandsbereich sind die einzelnen Beiträge dabei alles andere als homogen und reichen vom (wissenschaftlichen) Essay über die empirisch-wissenschaftliche Untersuchung bis zum Überblicksreferat.

Zur Homepage der Zeitschrift: www.psychosozial.psychosozial-verlag.de

Diese Publikation enthält:

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Schwerpunktthema: Die neuen Medien als Lebensräume – Virtuelle Neoheimaten und Fluchten

Informations- und Kommunikationsformen. Einführung und Überblick
Parfen Laszig & Gerhard Schneider

Free Rainer – dein Fernseher lügt. Eine filmische Satire über das Fernsehen von Hans Weingartner
Isolde Böhme

Wie wir Liebes- und Sexpartner im Internet finden. Der aktuelle Forschungsstand
Nicola Döring

Krankheitsmetaphern im Internet. Eine medienanalytische Fallstudie
Anna Tuschling

Dünn – dünner – Lollipopgirl. Körper im Internet
Thomas Ettl

Cyberbullying unter Kindern und Jugendlichen. Ein Forschungsüberblick
Anja Schultze-Krumbholz & Herbert Scheithauer

Durch die virtuelle Realität zum Lustprinzip und wieder zurück
Michael Günter

Fantasy-Rollenspiele und Computerspiele. Historische Wechselwirkungen und psychologische Bedeutung
Ulrich Janus & Ludwig Janus

Psychodynamische Aspekte der virtuellen Beziehung. Ist Psychotherapie per Internet möglich?
Rupert Martin

Internet-basierte psychotherapeutische Nachsorge
Markus Moessner, Benjamin Zimmer & Hans Kordy

Aus Forschung und Praxis

Woran soll das Wandelnde sich halten, wenn sich alles wandelt? Kindheit und Jugend während der Wende
Christoph Seidler

Zum 100. Geburtstag von Hilde Federn
Roland Kaufhold

Rezensionen

Autorinnen und Autoren

Rezensionen

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Fokus Beratung. Informationen der Evangelischen Konferenz für Familien- und Lebensberatung e.V. 20. Ausgabe

Rezension von Barbara Schneider

»In allen Beiträgen geht es um die Frage, wie und ob die Anforderungen durch die elektronischen Medien in die beraterische/therapeutische Arbeit aufgenommen werden können. Wir selbst haben mit ihnen zu tun, gleichgültig, mit wem wir in der konkreten Arbeit oder im privaten Umfeld umgehen, welcher Generation wir angehören oder wie sehr neue Entwicklungen uns reizen oder eher ängstigen…« [mehr]