Pieter Loomans (Hg.)

Licht und Schatten der Meister (PDF-E-Book)

Karlfried Graf Dürckheims Propagandatätigkeit und C.G. Jungs Thesen in der NS-Zeit

Cover Licht und Schatten der Meister (PDF-E-Book)

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Buchreihe: Forum Psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

240 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im März 2020

ISBN-13: 978-3-8379-7618-2, Bestell-Nr.: 7618

DOI: https://doi.org/1038438
Das klassische Motiv des Schülers, der seinen (Lehr-)Meister idealisiert, beinhaltet immer auch die Gefahr der Verschleierung von Schattenseiten des Meisters. Exemplarisch deutlich wird dies an Karlfried Graf Dürckheim, der als Psychotherapeut und Zen-Lehrer bekannt und geschätzt ist, in der NS-Zeit jedoch tief in Propagandatätigkeiten verstrickt war.

Die AutorInnen setzen sich verantwortungsvoll und nachdenklich mit der Frage auseinander, warum Graf Dürckheim über die Schatten-Aspekte seiner Vergangenheit geschwiegen hat und bewerten sein therapeutisches und schriftstellerisches Wirken neu. Auch die kritische Würdigung C.G. Jungs im Buch wirkt klärend. Es trägt insgesamt zu einem tieferen Verständnis der Übertragungs- und Gegenübertragungsthematik zwischen LehrmeisterInnen und SchülerInnen bei und ist ein Gewinn für Menschen aus dem therapeutischen Umfeld wie auch alle in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis.

Mit Beiträgen von Hans-Joachim Bieber, Günter Langwieler, Pieter Loomans, Tilmann Moser, Rüdiger Müller und Hans-Willi Weis

Inhaltsverzeichnis

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Editorial

Dichtung und Wahrheit
Dürckheims Bemerkungen über seinen Weg nach Japan
und seine dortige Tätigkeit im Lichte historischer Forschung
Hans-Joachim Bieber

Das Meister-Schüler-Verhältnis
Pieter Loomans

Dürckheims Schatten in dunklen Zeiten (1933–1947)
Rüdiger Müller

»Ich bin allerdings arg mit der Zeitgeschichte zusammengestoßen.«
C. G. Jungs Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
Günter Langwieler

Über das große Schweigen nach der NS-Zeit
Die Last der Erinnerung
Tilmann Moser

Graf Dürckheims Werdegang zum Theoretiker und Praktiker des Transpersonalen
Zum 100. Geburtstag Dürckheims (1996)
Hans-Willi Weis

Aktuelle Nachbetrachtung Herbst 2017
Hans-Willi Weis

Rezensionen

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Scharf links. Die ›neue‹ linke online Zeitung, 18. September 2020

Rezension von Michael Lausberg

»Dies ist eine erste kritische Aufarbeitung innerhalb der Psychologie und Psychotherapie über ihre geistigen Vorbilder in der NS-Zeit. (...) Das Buch zeigt auch die problematische Seite eines ›Meister-Schüler-Verhältnisses‹. Eine kritiklose Aneignung, Autoritarismus und eine Mystifizierung des Lehrers sollte keine Grundlage weder für die Psychologie noch für andere Bereiche des wissenschaftlichen und normalen Lebens sein…«

Psychologie Heute, Heft 9, September 2020

Rezension von Ulfried Geuter

»Nun liegen als Sammelband die Beiträge einer Tagung vor, die sich 2017 mit Dürckheims NS-Geschichte befasste. Hans-Joachim Bieber zeigt darin, dass Dürckheim im Krieg nicht nach Japan ausgewichen war, wie er es selbst später darstellte. Sondern dass er dort als NS- Propagandist wirkte und bei einem Zenmeister in die Lehre ging, der zur extremen japanischen Rechten gehörte…«