Beate West-Leuer

Coaching an Schulen

Psychodynamische Beratung zur Stärkung professioneller Beziehungskompetenz

Cover Coaching an Schulen

Reinlesen mit libreka!

EUR 19,90

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

Buchreihe: Psychoanalytische Pädagogik

Verlag: Psychosozial-Verlag

190 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im Mai 2007

ISBN-13: 978-3-8980-6576-4, Bestell-Nr.: 576

»Coaching an Schulen« ist ein Plädoyer für externe psychodynamische Beratung und eine Liebeserklärung an die nicht nur »gute« Schule. Es zeigt, wie gerade sperrige und widerspenstige Beziehungsmuster zur Entwicklung professioneller Beziehungskompetenzen – als Basis allen Lehrens und Lernens – beitragen können.
Die psychodynamische Mikroanalyse einer schulinternen Lehrerfortbildung führt zu einem Psychogramm der Institution Schule und ihren schultypischen Konflikt- und Widerstandskonstellationen in Unterricht und Beratung. Die Vorurteile zwischen Lehrenden und Beratenden werden durch die insgesamt positiven Entwicklungen im Beratungsprozess relativiert. Und wenn – trotz bester Absichten – auch einmal scharfe Töne zwischen Beraterin und Kollegium auftauchen, gilt es, zu diesen zu stehen. Denn um in der Schule erfolgreich zu sein, brauchen Lehrerinnen und Lehrer keine idealen Berater, Schülerinnen und Schüler keine idealen Lehrer, sondern wahrhaftige Beziehungen.
Ein detaillierter Blick hinter die Kulissen von Beratung an Schulen – gegründet auf persönliche Erfahrung und ganz ohne den »pädagogischen Zeigefinger«.

Inhaltsverzeichnis

[ einblenden ]

Inhalt

Einführung: Beratung von Lehrerkollegien – Nein, danke?
Zum Aufbau dieses Buches

I. TEIL
»Doppeldenk«: Grundlage psychodynamischer Coachingkompetenz
Was ist Coaching?
Parallelberatung psychischer und sozialer Systeme
Übertragung und Gegenübertragung
Projektive Identifikation
Enactment
Typologie
Abwehr- und Bewältigungskonstellationen
Individuelle, interpersonelle und kollektive Abwehr
Individuelle intrapsychische Abwehrmechanismen
Interpersonelle Abwehr
Institutionalisierte Abwehr
Anonymität und Verallgemeinerung
Tendenz zu psychischer Gewalt
Gruppe-Antigruppe-Dichotomie und Hierarchisierung
Rollenpositionen (Alpha, Beta, Gamma und Omega)
Spiegelungsphänomene und Kontrollsupervision

II. TEIL
Feldanalyse: Schule und Gesellschaft
1. Schule zwischen Tradition und Moderne
Der institutionelle Auftrag
Historischer Überblick
Gesellschaftspolitischer Ausblick
2. Die Einzelschule
Schulkultur und Schulidentität
Plädoyer für eine beziehungsorientierte Berufsidentität von Lehrerinnen und Lehrern

III. TEIL
Hinter den Kulissen eines Lehrerkollegiums
1. Protokoll einer schulinternen Lehrerfortbildung
Kontaktaufnahme
Akquiseveranstaltungen
Beratungsauftrag und Interventionsplanung
Durchführung des Workshops
2. Psychodynamische Auswertung: »Von Ist-Zustand zu Ist-Zustand«
Diagnose struktureller Abhängigkeiten von Personen und Institution
Widersprüchlich oder irrational erscheinende Phänomene – Symptome
Abwehr- und Bewältigungsmechanismen
Konflikte
Strukturniveau der Gruppenidentität: Personale Ganzobjektbeziehungen oder apersonale Teilobjektbeziehungen
Interventionsstrategien
Evaluation der Durchführung
3. Die ersten Minuten der Lehrerfortbildung in der Kontrollanalyse
Vorgabe einer Tagesordnung
Interventionsmethode »Rollenspiel«
Konfrontieren statt Rechtfertigen
Auftragsklärung und Leitungsbefugnisse
Schultypische Verweigerung
Entmachtung als paranoide Abwehr
Angstlust
Flucht ins »Überich«
Vom Umgang mit Großgruppen
4. Mikroanalysen: »Doppeldenk« auf der Kippe
Eine Lehrerin hat Rückfragen zur Tagesordnung
Das Kollegium vermutet, dass der Schulleiter die Tagesordnung verfasst hat
Jetzt würde ich die Leitung am liebsten abgeben
Einige Mitglieder der Gruppe möchten nun doch das Rollenspiel machen
Das Kollegium vermisst die Plakate, die mir die Planungsgruppe ausgehändigt hat
Die Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich wie Kinder behandelt
Lektion in Schwimmunterricht
Als keine Gegenstimmen laut werden, stelle ich meine Überlegungen zur Tagesordnung vor

IV. TEIL
Sprachspiele von Status und Gender
Interaktionen von Liebe bis Hass, Autonomie bis Kontrolle
Die Inszenierung von Status und Gender
Aktive Beteiligung im Plenum
Wahl der Adressaten
Regulierung von Nähe und Distanz
Mein Leitungsstil zwischen Liebe und Hass, Autonomie und Kontrolle
»Paarbildung« in der Beratung
Sprachstile und Tiefenstruktur

V. TEIL
Womit im Coaching zu rechnen ist
1. Psychogramm der Institution »Schule«
Konfliktkonstellationen
Abwehr und Widerstand: Zum Enactment verinnerlichter psychosozialer Konflikte
Schule als intrapsychisches Objekt
Der Einfluss »objektivierender« Dritter auf die unterschiedlichen Tiefenebenen
2. Erziehung ist Beziehung
Wenn Menschen Menschen verändern
Professionelle Grundeinstellungen für Beratende und Lehrende Psychodynamische Interventionen zur Stärkung pädagogischer Beziehungskompetenzen bei Lehrerinnen und Lehrern

Nachspiel


Rezensionen

[ einblenden ]

Psychologie in Österreich

Rezension von Hannelore Kaserer

»Dass nun mit Beate West-Leuer eine anerkannte Psychotherapeutin mit Arbeitsschwerpunkt in psychodynamischer Beratung, die darüber hinaus 10 Jahre als Lehrerin an einem Gymnasium gearbeitet hat, einen Beitrag zum Thema ›Coaching an Schulen‹ vorlegt, bot Anlass zu zweifacher Hoffnung: Zum einen erwartete ich mir, meine eigenen Erfahrungen mit den Möglichkeiten und Grenzen von Coaching in Schulen mit den im vorliegenden Buch aufgezeigten vergleichen und zum anderen Anregungen für die Weiterentwicklung meiner eigenen beruflichen Praxis gewinnen zu können…« [mehr]

Psychologie in Österreich 04-05/2007

Rezension von Dr. Gerald Kral

»Diese psychoanalytisch orientierte Coaching-Sichtweise klingt zunächst einmal ein bisschen ungewöhnlich, jedenfalls interessant, und macht neugierig…« [mehr]

Kommunikation & Seminar

Rezension von Birgitta M. Schulte

»Insgesamt lässt sich viel lernen. Das Buch kann von Ärger, Schuldgefühlen und Schuldzuschreibungen entlasten. Eine Fundgrube…« [mehr]

www.ooegkk.at

Rezension von Oskar Meggeneder

»›Beratung von Lehrer-innen – nein danke‹. Mit diesem Titel ist das Einführungskapitel des Buches überschreiben und gibt damit die Spontanreaktion vieler Berufstätiger – und nicht nur von Lehrer/innen – wieder…« [mehr]