Karola Brede, Alfred Krovoza

Die deutsche Vereinigung unter dem Einfluß einer unerledigten psychosozialen Vorgeschichte

Psyche, 1992, 46(5), 419-446

Cover Die deutsche Vereinigung unter dem Einfluß einer unerledigten psychosozialen Vorgeschichte

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 1992

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Die schon von Freud betonte funktionelle Autonomie psychischer Dispositionen und unbewusster Identifikationen gegenüber den Sphären des Politischen und des Ökonomischen ist Ausgangspunkt einer kritischen Sozialpsychologie, die die Modalitäten und Resultate der deutschen Vereinigung zu ihrem Gegenstand macht. Unter Einbeziehung älterer historischer Erfahrungen mit den Deutschen als einer Wirtschaftsnation wird der Verdacht geäußert, dass die Vereinigung der beiden deutschen Staaten unter dem ökonomistischen Vorzeichen der Herstellung gleicher Lebensverhältnisse in Ost und West jene Probleme erneut versiegelt, die sich mit dem intergenerationell vermittelten postfaschistischen Syndrom verbinden. Zum Verständnis des Vereinigungsprozesses und der durch ihn freigesetzten kollektiven psychischen Potentiale wird S. Freuds massenpsychologischer Ansatz um den sozialpsychologischen Entwurf Julia Kristevas ergänzt, der das Verhältnis von Kosmopolitismus und Nationalidee thematisiert. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten