Klaus Rodewig

Körperliche Krankheit in Übertragung und Gegenübertragung

Psyche, 1995, 49(6), 564-580

Cover Körperliche Krankheit in Übertragung und Gegenübertragung

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 1995

Bestell-Nr.: 51598

Der Bedeutung und Handhabung schwerer körperlicher Erkrankungen in der psychoanalytischen Behandlung wird unter besonderer Berücksichtigung von Übertragung und Gegenübertragung sowie der Unterscheidung von Selbst und Körperselbst im Überblick erörtert. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Erkrankung im Sinne eines kranken Körpers Objektcharakter haben und zum dritten Objekt werden kann. Aufgrund der bedrohlichen körperlichen Krankheit greift das Ich zu Abwehrmechanismen der Spaltung und der getrennten projektiven Identifikation von positiven und negativen Objekt- und Selbstanteilen, wobei die omnipotenten, idealisierenden Wünsche auf den Therapeuten, die negativen Wünsche auf den eigenen kranken Körper projiziert werden. In einer späteren Phase der Entidealisierung des Therapeuten wird dieser mit der Krankheit identifiziert, so dass die Krankheit zwischen Analytiker und Patienten hin- und hergeschoben wird. Die größte technische Schwierigkeit für den Analytiker besteht darin, eigene Krankheits- und Todesängste nicht auf den Patienten zu projizieren, um sie dort zu bekämpfen, sondern sie bei sich zu bearbeiten und sie entschärft an den Patienten zurückzugeben. Anhand illustrativer Fallvignetten werden die unterschiedlichen Facetten dieser Problematik veranschaulicht. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten