Hendrika C. Halberstadt-Freud

Fünfzig Jahre nach Anne Frank: Reaktivierung einer transgenerationellen Traumatisierung in der Übertragung

Psyche, 1995, 49(1), 1-17

Cover Fünfzig Jahre nach Anne Frank: Reaktivierung einer transgenerationellen Traumatisierung in der Übertragung

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 1995

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Es wird gezeigt, dass sich die durch die nationalsozialistischen Verbrechen erlittenen Traumatisierungen der Symbolisierung verweigern und dass sie, solange sie unaufgelöst bleiben, an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Anhand der Beschreibung der psychoanalytischen Behandlung eines 40-jährigen Homosexuellen der zweiten Generation wird die Problematik der transgenerationellen Vermittlung unaufgelöster Traumatisierungen deutlich gemacht. Der Sohn einer Jüdin, deren Bruder im Konzentrationslager ermordet wurde und diesen ersetzen musste, blieb in symbiotischer Illusion mit dem Onkel, dem immer präsenten abwesenden Objekt, und der Mutter verbunden, ohne sich personalisieren zu können und die ödipale Triade zu erreichen. Die ganz auf den Fall konzentrierte Darstellung legt die Übertragungs- und Gegenübertragungsbewegungen und die verschiedenen Phasen des analytischen Prozesses offen. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten