Sebastian Leikert

Diskurs der Musik und Einschreibung des Vaternamens im Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach

Psyche, 1996, 50(3), 218-243

Cover Diskurs der Musik und Einschreibung des Vaternamens im Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 1996

Bestell-Nr.: 51552

Es wird der Versuch unternommen, ein Verständnis der Musik aus dem Unterschied der Schriftsysteme von Musik und Sprechen zu entwickeln. Dabei wird deutlich gemacht, dass es in der Musik keine fixierte Verknüpfung von Signifikant und Bedeutung gibt, wie sie im Sprechen durch Buchstabenfolgen bewerkstelligt wird. Daher kann sich auch der Vatername, dessen Anerkennung psychische Stabilität garantiert, nicht in den Diskurs der Musik einschreiben. Anhand des Wohltemperierten Klaviers von Johann Sebastian Bach wird gezeigt, wie der Komponist auf dieses Dilemma reagierte: In einem biographisch und musikhistorisch heiklen Moment webte er seinen Eigennamen in chiffrierter Form in den Notentext ein, wodurch es ihm gelang, den fehlenden Vaternamen zu ersetzen. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten