Jutta Gutwinski-Jeggle

Netze und Gefäße zum Bergen von Abwesendem und Verlorenem. Gedanken zur Rolle der Sprache im Rahmen einer psychoanalytischen Theorie der Symbolbildung

Psyche, 2003, 57(11), 1057-1085

Cover Netze und Gefäße zum Bergen von Abwesendem und Verlorenem. Gedanken zur Rolle der Sprache im Rahmen einer psychoanalytischen Theorie der Symbolbildung

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 2003

Bestell-Nr.: 51264

Überlegungen zur Rolle der Sprache im Rahmen einer psychoanalytischen Theorie der Symbolbildung werden angestellt. Erkenntnis (das Verstehen von Welt) findet in einem fortlaufenden dialektischen Prozess der Paarung zwischen Innen und Außen, Mythos und Logos, Erfahrung und Wissen statt. Kreativität bringt in einem schöpferischen Akt ein Neues, Drittes hervor, wenn zwei Verschiedene (Geschlechter, Gedanken, Dinge und Worte) sich zusammentun und sich bereichernd ergänzen. Die Konzeption eines Kindes führt zu seiner Einnistung im mütterlichen Körper, in dem das Baby heranwächst, bis die Ent-Bindung die Trennung der körperlichen Systeme mit sich bringt. Die Hauptthese lautet, dass die psychische Trennung vom Körper der Mutter (Ödipuskomplex und Anerkennung des väterlichen Rivalen) eine lebenslange Aufgabe in der psychischen Entwicklung eines jeden Menschen darstellt. Der Verzicht auf konkrete Befriedigung setzt Symbolisierungsprozesse in Gang, die zu Vergeistigung oder Mentalisierung führen. Erfahrungen werden mit symbolischer Bedeutung ausgestattet und so geistig bzw. psychisch repräsentierbar gemacht. Welche Rolle die Sprache, das Haupt-Symbolsystem der Kommunikation, dabei spielt, soll aufgezeigt werden. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten