Johannes Kipp, Esther Buck, Michael Gross

Depressionen im dritten und vierten Lebensalter

Psyche, 2005, 59(9-10), 944-963

Cover Depressionen im dritten und vierten Lebensalter

EUR 9,99

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 2005

Bestell-Nr.: 51181

Depressive Erkrankungen werden mit zunehmendem Alter nach epidemiologischen Untersuchungen nicht häufiger, sie bekommen jedoch eine besondere Färbung durch körperliche Beschwerden. Wie in früheren Lebensjahren ist der Verlust bzw. die kränkungsbedingte Aufgabe des ambivalent besetzten Liebesobjekts, verbunden mit der Unfähigkeit zu trauern, Auslöser für dessen Introjektion und damit für die Depressionsentstehung. Die körperlichen Beschwerden kommen häufig durch den Introjektionsmechanismus der Einverleibung (Inkorporation) zustande; das Introjekt wird auf diese Weise im eigenen Körper angeklagt. Bei Menschen bis zum 75. oder 80. Lebensjahr (drittes Lebensalter) liegen zahlreiche psychoanalytische Behandlungserfahrungen vor. Depressionen haben in diesem Alter, insbesondere dann, wenn sie durch aktuelle Lebenskrisen ausgelöst wurden, eine positive Behandlungsprognose. Bei den über 80-Jährigen (viertes Lebensalter) stehen zunehmend die körperlichen Alterungsprozesse im Vordergrund. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten