Joseph Schachter

Ist die zeitgenössische Psychoanalyse in den USA noch eine Profession? Ein Plädoyer für mehr psychoanalytische Forschung

Psyche, 2006, 60(5), 455-485

Cover Ist die zeitgenössische Psychoanalyse in den USA noch eine Profession? Ein Plädoyer für mehr psychoanalytische Forschung

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Verlag: Klett Cotta/Psychosozial-Verlag

Erschienen im Januar 2006

Bestell-Nr.: 51149

Die schwelende Krise, in der sich die Psychoanalyse in den USA gegenwärtig befindet, hängt zu einem Teil mit den fundamentalen Differenzen zusammen, die in Fragen der Theorie und Klinik innerhalb der Psychoanalyse selbst bestehen. Die psychoanalytische Ausbildung, die eigentlich professionelles Wissen und technische Kompetenzen für die Behandlung von Patienten vermitteln soll, ist zersplittert und zerfasert. Die Grenzen der Psychoanalyse sind so verwischt, dass das Selbstverständnis als Profession beeinträchtigt ist. Der Niedergang der Psychoanalyse spiegelt sich darin, dass ihr gesellschaftliches Gewicht abnimmt und der relative Anteil psychoanalytisch behandelter Patienten sinkt. Wie es scheint, lassen sich die Differenzen innerhalb der Psychoanalyse durch bloße Debatten nicht beilegen. Vor diesem Hintergrund wird es für erforderlich gehalten, ein psychoanalytisches Forschungsprogramm in Angriff zu nehmen, das in der Lage ist, empirisch gesicherte Antworten auf jene Grundsatzfragen zu liefern, die zur Debatte stehen. Eine gemeinsame Kraftanstrengung sei nötig, um die Psychoanalyse auf eine empirisch-wissenschaftliche Grundlage zu stellen und so zu vermeiden, dass sich die Parameter der persönlichen und beruflichen Identität als Psychoanalytiker noch weiter auflösen. (c) Psyindex.de 2009 alle Rechte vorbehalten