Michael B. Buchholz, Günter Gödde (Hg.)

Das Unbewusste in der Praxis

Erfahrungen verschiedener Professionen, Band 3

Cover Das Unbewusste in der Praxis

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EUR 69,90

Dieser Titel ist derzeit vergriffen.

Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Verlag: Psychosozial-Verlag

814 Seiten, Gebunden, 148 x 210 mm

Erschienen im September 2006

ISBN-13: 978-3-8980-6449-1, Bestell-Nr.: 449

In Band 3 wird über die enorme Ausdehnung jener Praxisformen informiert, in denen das Unbewusste als bedeutsam und wirkmächtig anerkannt werden musste: Familien- und Gruppentherapie, Pädagogik und Entwicklung, Supervision und Organisationsberatung sowie Coaching, aber auch Politik bis hin zu Kunst und Musik und Literatur.

Der Umgang mit dem Unbewussten in den psychodynamischen Psychotherapien
Will: Drei Türen zum Unbewussten in der analytischen Situation
Berns: Das Unbewusste bei Freud − Klinische Theorien und psychoanalytische Praxis
Knauss: Die Gruppe im Unbewussten – eine Brücke zwischen Individuum und Gesellschaft
Altmeyer: Die intersubjektive Wende der Psychoanalyse und das relationale Unbewusste

Das Unbewusste in Erziehung, Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapie
Althans & Zirfas: Das Unbewusste in der Erziehung – Zur Pädagogik Sigmund Freuds
Rau-Luberichs: Das Unbewusste im therapeutischen Spiel der Kinder
Müller-Bülow: Spädadoleszenz als kritische Lebensphase am Beispiel von Thomas Manns Josephsroman
Menschik-Bendele: Der Umgang mit dem Unbewussten in der systemischen Familientherapie

Die unbewusste Dynamik in der Psychosomatik und Psychiatrie
Mertens: Depression – die Suche nach dem verlorenen Liebesobjekt
Voigtel: Sucht als Abwehr
Mentzos: Das Unbewusste in der Psychose
Müller: Das Unbewusste in der Gemeinde – das Projekt der »Psychiatrischen Familienpflege«
Brosig & Rasting: Das Unbewusste in der Psychosomatik

Der Umgang mit dem Unbewussten in Selbstanalyse, Organisationsberatung und Gruppenprojekten
Kronberg-Gödde: Die fortgesetzte Selbstanalyse des Psychotherapeuten
Buchholz: Supervision – Die Entwicklung professioneller Therapeuten und die allmähliche Bewältigung therapeutischer Paradoxien
Lohmer & Möller: Psychodynamische Organisationsberatung
Gödde & Püschel: Arbeitsstörungen und Schreibhemmungen bei Studierenden – Gruppenprojekte als Auswege aus einem circulus vitiosus

Das Unbewusste in gesellschaftlichen und politischen Konfliktbereichen
Kraft: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen – Tabu und Unbewusstes
Wirth: Unbewusste Motive zum Völkermord
Hegener: »Dieser unsterbliche Haß« (Freud) – Zur Psychoanalyse des Antisemitismus
Lamott: Trauma ohne Unbewusstes? – Anmerkungen zur Inflationierung eines Begriffs
Jüngst: Das Unbewusste in territorialen Konflikten − und seine Formierung unter variierenden gesellschaftlich-historischen Konflikten

Das Unbewusste in den Künsten und in der Lebenskunst
Oberthür: Das Unbewusste in der Kunst der Moderne – von Scheling und Nietzsche zu Klee und Beuys
Buchholz: Die Geburt der Sprache aus dem Geist der Musik
Würker: Literatur, Szene, Unbewusstes – Grundlagen und Perspektiven psychoanalytischer Literaturinterpretation
Gödde & Zirfas: Das Unbewusste in Lebenskunst und Psychotherapie – ein Brückenschlag
Jaeggi: Liebe, Beziehung, Unbewusstes

Rezensionen

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International Forum of Psychoanalysis, 2008; 17:254–256

Rezension von Marco Conci

»Gödde´s commitment to the intellectual tradition of psychoanalysis in terms of research and teaching well complements Buchholz´s rich professional experience and wide-ranging interdisciplinary interests…« [mehr]

Frankfurter Rundschau vom 27. Juli 2005

Rezension von Christof Windgätter

»Das Unbewusste hat Konjunktur. Seit einiger Zeit jedenfalls gibt es sie wieder: die Kongresse, Workshops und Veröffentlichungen zu diesem Thema, das angeblich längst begraben oder doch zumindest durch zeitgemäßere Leitbegriffe wie ›Körper‹, ›Macht‹ oder ›Information‹ ersetzt worden sein sollte…« [mehr]

Luzifer Amor H.37/2006

Rezension von Andreas Wild

»Der vorliegende Sammelband eröffnet ein dreibändiges Großprojekt. Während der zweite Band ›Das Unbewußte in aktuellen Diskursen‹ und der dritte ›Das Unbewußte in der Praxis‹ behandeln wird, bezieht sich der erste etwa zur Hälfte auf die vorpsychoanalytische Geschichte der Idee des Unbewußten in Philosophie, Medizin, Psychologie und Psychotherapie und zur anderen Hälfte auf die wichtigsten Positionen in der Geschichte der Psychoanalyse, von Freud bis zum heutigen Intersubjektivismus. Es handelt sich also um den ideengeschichtlichen Teil des Gesamtprojekts…« [mehr]

Frankfurter Rundschau vom 27. Februar 2007

Rezension von Manfred Dierks

»Die Stiftungslegende der Psychoanalyse will, dass Freud die zutreffende Deutung seiner Träume ohne fremde Hilfe gelungen ist. Er war also befangener Patient und unabhängiger Analytiker zugleich, was nach der bald entwickelten psychoanalytischen Deutungslehre nicht praktizierbar ist. Freuds erster systematischer Zugang zum Unbewussten bleibt also im Halbdunkel eines Gründungsmythos…« [mehr]