Susanne Guski-Leinwand

Psychologie unter politischem Diktat in der DDR

Cover Psychologie unter politischem Diktat in der DDR

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Buchreihe: Forum Psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

285 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

1. Aufl. 2024

Erschienen im Februar 2024

ISBN-13: 978-3-8379-3305-5, Bestell-Nr.: 3305

DOI: https://doi.org/10.30820/9783837962079
Welches Selbstverständnis hatte die Psychologie in der DDR, was war ihre Rolle und ihre Funktion? Wie wurde sie durch den SED-Staat und die Behörden instrumentalisiert und zur Repression eingesetzt? Diesen Fragen gingen Susanne Guski-Leinwand und ihre Mitarbeiter*innen im BMBF-Projekt »Psychologie unter politischem Diktat und Justiz« nach. Untersucht wurde die Psychologie in der DDR in ihrem akademischen Kontext, hinsichtlich der ministeriell-behördlichen und parteipolitischen Einflüsse und als Staatspsychologie in Form der Operativen Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit.

Die im vorliegenden Band präsentierten Forschungsergebnisse ermöglichen Interessierten die vertiefte Auseinandersetzung mit der Psychologie unter der SED-Diktatur und geben konkrete Einblicke in die Verwendung von Psychologie durch das Ministerium für Staatssicherheit zur Repression oder Sanktionierung von DDR-Bürger*innen. Sie dienen der erweiterten Kenntnis und Aufklärung über die SED-Diktatur und der Beratung von SED-Betroffenen.

Ergebnisse des BMBF-Teilprojektes aus dem Forschungsverbund »Seelenarbeit im Sozialismus: Psychologie, Psychotherapie, Psychiatrie (SiSaP)« (2019–2022/2023, Förderkennzeichen 01UJ1908BY)

Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungen
Abbildungen
Tabellen
Vorwort und Dank

Teil I
Einführung in Thematik und BMBF-Teilprojekt
»Psychologie unter politischem Diktat und Justiz«
(2019–2022/23, Förderkennzeichen 01UJ1908BY)

Einführung
Deutsch-deutsche Forschung zur Psychologie im 20. Jahrhundert
Verwertung der Psychologie versus Angewandte Psychologie –
einige Vorbemerkungen
(K)Ein Thema der Bildungsforschung?
Psychologie in geheimdienstlichen Verwertungen des MfS
Die Schwerpunkte des BMBF-Teilprojektes
»Psychologie unter politischem Diktat und Justiz«

Teil II
Psychologie als Wissenschafts- und Referenzdisziplin
im Kalten Krieg: Die Perspektive der DDR

Die strukturelle Einbettung der Psychologie
innerhalb der staatlichen Organisation der DDR
»Psychologische Kriegführung«
Politische Psychologie in der BRD
als Psychologische Kriegführung aus Sicht der DDR

Teil III
Akademische Psychologie in der DDR

Ausgangs- und Kontextbedingungen der Psychologie in der DDR
Ergebnisse der Aufarbeitung der Psychologie
in der DDR (1989/90–2022)
Hochschulreformen und die Psychologie in der DDR
Abriss zu Inhalten und Linien in der akademischen Psychologie
in SBZ und DDR (1945–1990)
Phasen, Schwerpunkte und Publikationen
Zu Rolle und Funktion der Gesellschaft für Psychologie (in) der DDR

Teil IV
Verwertungen der Psychologie zu Zwecken politischer Repression

Staatliche Stellen und ihr Interesse an psychologischem Fachwissen
Das Ministerium für Staatssicherheit und seine Nutzung
psychologischer Inhalte
Hass als Ressource für die Psychologie!?
Einordnung und Definition der Operativen Psychologie
des Ministeriums für Staatssicherheit
Manuskripte mit psychologischem Bezug aus der JHS
und anderen Einrichtungen des Ministeriums für Staatssicherheit
der DDR
Beispielhafte Diplomarbeiten an der JHS des MfS
mit psychologischem Bezug (N = 41) nach Jahren (1961–1990)
Gedanken über die Operative Psychologie des MfS
in ihrer Relevanz für die psychische Gesundheit des Menschen

Teil V
Diskussion und Ausblick

Diskussion der Ergebnisse
Ausblick
Quellen

Anhang
Publikationen, Podcasts und Übersicht über Bestände/Archivalien

Rezensionen

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Deutschlandfunk Kultur Lesart am 10. Februar 2024

Rezension von Florian Felix Weyh

»Ein hörenswertes Gespräch zum just erschienenen Buch ›Psychologie unter politischem Diktat in der DDR‹ führte Susanne Guski-Leinwand mit Florian Felix Weyh für Deutschlandfunk Kultur Lesart am 10. Februar 2024. Darin ging es auch um die Frage, wie man sich auch in Zukunft als Psychologe positionieren und handeln soll…« [mehr]