Anita Eckstaedt

Erinnern allein reicht nicht

Nachwirkungen der NS-Ideologie wahrnehmen und verstehen

Cover Erinnern allein reicht nicht

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Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Verlag: Psychosozial-Verlag

251 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im März 2024

ISBN-13: 978-3-8379-3240-9, Bestell-Nr.: 3240

DOI: https://doi.org/10.30820/9783837961065
Die nationalsozialistische Ideologie blieb nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für etliche Deutsche mental führend. Wegschauen, Schweigen, Verneinen, Verleugnen und Vergessen-Machen dienten gegenüber der Demokratisierung als Abwehrformen. Ebenso sollte damit eine Schuldaufdeckung verhindert werden. Während im öffentlichen Raum mittels Mahn- und Gedenkmalen sowie in politischen Reden zunehmend an die Gräueltaten der Vergangenheit erinnert wurde, sollte Erinnerung im privaten Raum dagegen gelöscht werden. In dieser Weise wurde die Gefahr des Rechtsextremismus andauernd und weit unterschätzt. Doch das Wissen um die während des »Dritten Reichs« geschehenen Verbrechen setzte sich transgenerational in den nächsten Generationen fort. Trotz ihrer eigenständigen Aufklärung litten die Kriegskinder und Folgegenerationen unter dieser Weitergabe des so gefühls- und schuldbelasteten Erbes, sodass sie dadurch auch eine Prägung erfuhren.

Das Anliegen von Anita Eckstaedt ist ganz allgemein die Wahrnehmung für verbliebene Phänomene der NS-Ideologie zu sensibilisieren, um letztlich ähnlichen Entwicklungen von Destruktivität entgegentreten zu können. Dementsprechende Anzeichen oder Einstellungen werden in ihren Zusammenhängen durch die in Analysen gewonnenen Erkenntnisse aufgezeigt. Diese Orientierung ermöglicht auch jenseits des psychoanalytischen Behandlungsraums ein leichteres sowie frühes Erkennen solcher Gefahr.

Inhaltsverzeichnis

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Dank

Einleitung
Ein wacher Blick zurück für den Blick in die Zukunft

1 Die »Stunde Null« und der Beginn des Schweigens

2 Zerstörter Dialog

3 Zerstörte Erinnerung

4 Zwei konträre Schicksale junger Männer mit ihren Nazivätern

5 Schreckensbilder
Ein deutsches Flüchtlingsschicksal in der »Dritten Generation«

6 Der immerwährende Traum von der Größe von Generation zu Generation

7 Ich-syntone Objektmanipulation

8 Führer, Geführte und das Feindbild

9 Die Unfähigkeit zur Anerkennung von Schuld

10 Verwöhnung als Ausgangspunkt für »Größe«

Resümee

Literatur