Peter Geißler (Hg.)

Was ist Selbstregulation?

Eine Standortbestimmung

Cover Was ist Selbstregulation?

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Buchreihe: edition psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

344 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

ISBN-13: 978-3-8980-6318-0, Bestell-Nr.: 318

Selbstregulation ist ein zentrales Ziel der Entwicklung, setzt jedoch eine zeitweilige Regulierung durch andere wichtige Bezugspersonen voraus – in der kindlichen Entwicklung durch die primäre Bezugsperson und im therapeutischen Kontext durch den Therapeuten. Der Begriff ist zentral für humanistische Therapieformen, die auf Fähigkeiten und Ressourcen der Person setzen, ebenso für die zeitgenössische Säuglingsforschung und für die Systemtheorie. Selbstregulierende und fremdregulierende Prozesse stehen in einem komplexen Wechselspiel. Aus dem Blickwinkel unterschiedlicher therapeutischer Zugänge – wie klientenzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Bioenergetische Analyse und psychoanalytische Selbstpsychologie – wird der Begriff in seinen diversen Facetten erörtert und im Hinblick auf seine therapeutische Relevanz diskutiert.

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Peter Geißler: Erste Gedanken zur Einführung in das Thema Psychoanalytische Perspektiven
Bernhard Grimmer: Selbstregulierung und Kreditierung in der kindlichen Entwicklung und in der therapeutischen Beziehung
Hans-Peter Hartmann, Kerstin Lohmann: Selbstregulation. Selbstregulierung in anderen Kontexten
Achim Votsmeier-Röhr: Selbstregulierung in der Gestalttherapie
Angela Klopstech: Im Kontext autonomer und interaktiver Selbstregulation: Katharsis im neuen Kleid
Maria Steiner Fahrni: Interaktive Regulation und Selbstregulation in Träumen von Erwachsenen aus der Sicht der Säuglingsforschung
Lore Korbei: Selbstregulation in der Klientenzentrierten/Personzentrierten Psychotherapie
Andreas Wehowsky: Zum Kompetenzkompass der Selbststeuerung
Peter König: Selbstregulation – vom Wissen um den Weg zurück – homöopathische Aspekte zu diesem Thema

Spezielle Beiträge
Peter Geißler: Beiträge der Neurowissenschaften und der Evolutionstheorie zum Verstehen der Bedeutung von Emotionen. Zusammenfassende Darstellung emotionstheoretischer Überlegungen von A. R. Damasio und J. Panksepp
Peter Geißler: Auge und Affekt
Reinhard Plassmann: Psychotherapie der Essstörungen:
Das bipolare Prinzip der Traumatherapie
Peter Geißler: Trauma und Persönlichkeit aus der Sicht analytischer Körperpsychotherapie

Appendix
Peter Geißler: Stadt der Engel. Komplementäre Assoziationen zu einer psychoanalytischen Filminterpretation H. Weilnböcks aus dem Blickwinkel des affektiv-körperlichen Erlebens
Michael Vincent Miller: Der sprechende Körper - oder: Warum wurde Wilhelm Reich verrückt?
Peter Geißler: Epilog: Gedanken zur Selbstregulation des »Psycho-Marktes«

Rezensionen

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Psychotherapie Forum 1/2006

Rezension von Christiane Geiser Juchli

»Peter Geißler, bekannt als mutiger und unkonventioneller Theoretiker und Praktiker, der sich selber seit langem für die Einbeziehung des Körpers in die Psychoanalyse einsetzt, findet im Epilog des Buches zum Thema »Die Selbstregulation des Psycho-Marktes« deutliche Worte: Der ständig wachsenden Zahl an Möglichkeiten, menschliches Erleben zu verstehen, entspreche eine Vielfalt an therapeutischen Verfahren und Modellen, keine Einheitstherapie. Um Dialog gehe es in der heutigen Landschaft, um die Bewahrung von Komplexität und um gleichzeitige Komplexitätsreduktion beim Vermitteln der Inhalte, um Zugehörigkeit zu einem Ansatz, aber nachher um offenen Austausch, um eine sich öffnende Diskussionskultur und nicht um Schulenhermeneutik. Die »alten Hasen« würden ja, so meint er augenzwinkernd, als Zeichen menschlicher Reife heute auch manchmal auf Positionen verzichten, die sie früher als unantastbar eingeschätzt hätten. Und tatsächlich: einige Beispiele davon finden sich in diesem Sammelband, und es ist durchaus vorstellbar, sich die Schreibenden vorzustellen auf einem gemeinsamen Panel sitzend, die Stühle einander zugekehrt und dann mit einem Dialog beginnend – eine nicht alltägliche Vorstellung innerhalb unserer Zunft. Und so können wir vielleicht mit dem Herausgeber getrost der Selbstregulierung unseres Fachgebiets entgegensehen im Vertrauen darauf, dass Dialogbereitschaft und Qualität sich durchsetzen…« [mehr]