Stefan Trobisch-Lütge

Das späte Gift

Folgen politischer Traumatisierung in der DDR und ihre Behandlung

Cover Das späte Gift

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Buchreihe: Psyche und Gesellschaft

Verlag: Psychosozial-Verlag

171 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

2. Aufl. 2010

Erschienen im Oktober 2004

ISBN-13: 978-3-8980-6301-2, Bestell-Nr.: 301

Mit einem Vorwort von Marianne Birthler

Trobisch-Lütge, der 1994 die Beratungsstelle »Gegenwind« in Berlin für Opfer der SED-Diktatur gründete, beschreibt auf der Grundlage seiner 10-jährigen psychotherapeutischen Praxis die Dimensionen der psychischen Schädigungen, die durch Verfolgung und Haft hervorgerufen wurden. Welche Chancen haben diese oftmals schwer traumatisierten Menschen, einen Weg in die gesellschaftlichen Räume des wiedervereinigten Deutschland zu finden? Das Erbe der staatlich erzeugten, massenhaften seelischen Zerstörungen in der ehemaligen DDR trägt sich in Form von unbewussten Beziehungsdeformationen auch in das zusammenwachsende Deutschland. So zeigen die ehemals Verfolgten – von der Öffentlichkeit weitegehend ignoriert – noch heute häufig ein Verhalten von schamvollem Rückzug oder wütender Anklage; sie erscheinen als Opfer zweiter Klasse der zweiten deutschen Diktatur. Mit einer dezidierten Analyse der Gefahren für die Helfer, in die Traumatisierungen der Verfolgten verstrickt zu werden, wendet sich dieses Buch an Betroffene und ihre Angehörigen, professionelle Helfer sowie interessierte Laien.

Rezensionen

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daz – Deutsche Angst-Zeitschrift

»Auch viele Jahre nach dem Ende der DDR lässt die Diktatur der SED viele Menschen nicht los…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Oda Baldauf-Himmelmann

»Das vorliegende Buch gewährt sehr konkrete und kritische Einblicke in die Situation Verfolgter des DDR-Regimes, macht auf die Schwierigkeiten des Umgangs mit begangenem Unrecht aufmerksam und spendet Mut und Hoffnung…« [mehr]