Peter Geißler

Kritische Anmerkungen zum therapeutischen Handeln in Psychoanalyse und Körperpsychotherapie (PDF-E-Book)

Psychoanalyse & Körper, Nr. 3 (2003), 45-74

Cover Kritische Anmerkungen zum therapeutischen Handeln in Psychoanalyse und Körperpsychotherapie (PDF-E-Book)

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Verlag: Psychosozial-Verlag

30 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im Januar 2003

Bestell-Nr.: 27012

Zusammenfassung:
Jeder psychotherapeutischen Behandlung liegen unbewusste, paraund nonverbale »Aushandlungsprozesse« zwischen Patient und Therapeut zu Grunde, zusätzlich zu der bewusst ablaufenden Interaktionsgestaltung. Bestimmte Aspekte therapeutischen »Handelns« in psychoanalytischen und körperpsychotherapeutischen Therapien werden kritisch reflektiert und auf implizite Dimensionen hin untersucht. So dominieren in manchen psychoanalytischen Strömungen einpersonenpsychologische »Handlungsorientierungen«, die von deren Vertretern überwiegend methodisch und nicht interaktionell begründet werden. In bestimmten Körperpsychotherapien, auch in solchen, die sich als tiefenpsychologisch fundiert bezeichnen (wie die Bioenergetische Analyse), wird bei der Anwendung aktiver Techniken, z. B. angeleiteten »Übungen«, der Aspekt möglicher unbewusster Beziehungsbedeutungen wenig berücksichtigt – im Kontrast zur analytischen Körperpsychotherapie, deren Hauptinteresse am therapeutischen Handeln unbewusste Beziehungsprozesse darstellen, ausgerichtet an einem dialogischen Körperund Menschenbild. Die zu einem großen Teil noch unbefriedigende Theoriebildung im körperpsychotherapeutischen Methodenfeld kann von einer Neudefinition von Übertragung als »interaktionelle Übertragung« und Ergebnissen der Säuglingsund Gedächtnisforschung profitieren, die auf die Relevanz prozeduralen Handlungswissens für die Konstituierung und Veränderung intersubjektiver Prozesse hinweisen.

Schlüsselwörter:
Analytische Körperpsychotherapie, Enactment, Handeln, interaktionelle Übertragung, Intersubjektivität, Körper, Spürbewusstsein

Abstract:
Psychotherapeutic treatment is based on unconscious paraand nonverbal »processes of negotiation« between patient and therapist which are prevalent besides conscious interaction. The article critically reflects certain aspects of psychotherapeutic acting in psychoanalytic and body oriented therapies and scrutinizes their implicit dimensions. Some psychoanalytic approaches are governed by oneperson-view of action justified by arguments of treatment method and not of interaction. Some body psychotherapeutic approaches, even psychodynamic ones such as bioenergetics, merely take into account unconscious meanings of interactional processes when working with “active techniques”. In contrast, analytic body psychotherapy is mainly interested in unconscious interactional processes and follows a dialogical view of body and person. The development of body psychotherapeutic theories, hitherto unsatisfactory, may profit from new understandings of transfer as being interactional. This also applies to infantand memory research which point to the relevance of procedural knowledge for interchange between persons.

Keywords:
analytical body-psychotherapy, enactment, acting, interactional transference, intersubjectivity, body, body consciousness