Maike Stenger, Ramona Franz, Benedikt Salfeld, Micha Schlichting, Benigna Gerisch, Vera King

Beziehungsgestaltung im Kontext des digitalen Wandels (PDF-E-Book)

Zwei Fallstudien zu Social Media und Selftracking

Cover Beziehungsgestaltung im Kontext des digitalen Wandels (PDF-E-Book)

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13 Seiten, PDF-E-Book

Bestell-Nr.: 26699

DOI: https://doi.org/10.30820/0171-3434-2023-3-43
Der Beitrag betrachtet soziale Beziehungen im Kontext des digitalen Wandels der Gegenwartsgesellschaft und der im Zuge dessen gestiegenen Bedeutung des Messens und Vergleichens. Anhand von Befunden aus dem Forschungsprojekt »Das vermessene Leben« wird analysiert, wie sich Formen der Beziehungsgestaltung mit digitalen Messpraktiken verbinden, insbesondere durch Selftracking in seiner körpernahen Qualität sowie Zahlenund Vergleichslogiken auf Social Media Plattformen. Exemplarisch wird anhand zweier narrativ-biografischer Interviews rekonstruiert, vor welchem biografischen Hintergrund digitale Zahlen spezifische Bedeutungen erlangen und welche Wünsche und Abwehrformen damit verknüpft sein können. Bei der Analyse des Zusammenhangs zwischen digitalem Medium und Formen der Beziehungsgestaltung zeigt sich, auf welche Weise sich durch digitale Interaktionen Beziehungen und die Verarbeitung oder Abwehr von Beziehungserfahrungen verändern, wobei individuelle Dispositionen, spezifische technische Offerten sowie kulturelle und gesellschaftliche Wandlungen auf komplexe Weise ineinandergreifen.

Abstract:
This article examines social relationships in the context of digital transformation in contemporary society and the increasing importance of digital measuring and comparing. Drawing on findings from the research project »The Quantified Life«, the article analyses how specific forms of relationship formation are related to digital measurement practises, particularly through self-tracking in its body-related quality, as well as numerical and comparative phenomena on social media platforms. Analysing two narrative-biographical interviews as examples, it is reconstructed against which biographical backgrounds digital numbers acquire specific meanings and which desires and forms of avoidance can be associated with them. The analysis of the connection between the digital medium and forms of relationship formation shows how digital interactions change relationships and the processing or rejection of relationship experiences. Thereby individual dispositions, technical offerings and cultural as well as societal changes intertwine in a complex way.